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Jahresbericht 2008


Jahresbericht 2008
 

Inhaltsübersicht

1.     Unsere Aufgabe

2.     Besonderes

2.1   700ster Teilnehmer „Könner durch Er-fahrung“ des BRK Eichstätt

2.2   BR-Radltour in Beilngries

3.     Jugend- und Schulverkehrserziehung

3.1   Verkehrserziehung im Kindergarten und Move-it Box

3.2   Aktion “Kind und Verkehr“

3.3   Schulweghelfer

3.4   Fortbildungsveranstaltung für Erzieherinnen

3.5   Verkehrsschauen für sichere Schulbushaltestellen

3.6   Transparente

3.7   Schulwegplan

3.8   Sicher zur Schule – Sicher nach Hause

3.9   Aktion „Toter Winkel"

3.10 Veranstaltung für Erstklasseltern

3.11 Schülerverkehrsprogramm

3.12 Radfahrausbildung

3.13 Fahrradturnier

3.14 Schülerlotsen und Schulbusbegleiter

3.15 Unterrichtung der Acht-, Neunt- und Zehntklässler

4.     Erwachsenenaufklärung

4.1   Allgemeine Erwachsenenbildung zur Verkehrssicherheit

4.2   Reaktionstestgerät

4.3   Aktion „Könner durch Er-fahrung“

5.     Sonstige Verkehrswachtarbeit

5.1   Plakataktion

5.2   Int. Kfz-Beleuchtungsaktion

5.3   Geschwindigkeits-Anzeigesystem Temposys

5.4   Radar-Verkehrsmesssystem Vedasys

5.5   Auszeichnung

5.6   Verabschiedung und Ehrung

5.7   Allgemeines
 

 

1. Unsere Aufgabe 

Die Satzung der Kreisverkehrswacht Eichstätt verpflichtet uns, in freiwilliger Mitarbeit aller Mitglieder und in eigener Initiative die Verkehrssicherheit zu fördern, und zwar durch
- Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung
- Verhütung von Verkehrsunfällen durch geeignete Maßnahmen
- Vertretung der berechtigten Interessen aller Verkehrsteilnehmer und Behörden in Fragen der Verkehrssicherheit, Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung.
- Einbeziehung der Belange des Umweltschutzes bei der Arbeit.

Dieser verantwortungsvollen Aufgabe ist die Kreisverkehrswacht im vergangenen Jahr mit folgenden Aktionen nachgekommen:

2. Besonderes  


2.1 700ster Teilnehmer „Könner durch Er-fahrung“ des BRK Eichstätt

Der 700ste Teilnehmer beim 33. "Könner durch Er-fahrung"-Training des BRK in Eichstätt wurde am 13.09.08 geehrt. Das Bayerische Rote Kreuz legt sehr viel Wert auf Fahrsicherheit im Einsatz. In regelmäßigen Abständen nehmen alle Fahrzeuglenker im Einsatz am Fahrgeschicklichkeitstraining teil. Dabei werden auch die Neuerungen im Straßenverkehrsrecht, sowie neue Erkenntnisse in der Fahrsicherheit im theoretischen Teil des Seminars behandelt.

2.2 BR- Radltour am 06.08.2008 in Beilngries

Den Stand der Kreisverkehrswacht Eichstätt betreuten die Moderatoren und Fahrlehrer Georg Zeitler und Rudi Pazdzewicz, sowie die Geschäftsführerin Johanna Pröpster. Sie standen für Fragen Rede und Antwort, gaben zahlreiche Informationen zum Thema Verkehrssicherheit und dem vielfältigen Angebot der Kreisverkehrswacht. Gemeinsam mit den BR-Moderatoren erläuterte Rudi Pazdzewicz den Einsatz unserer Rauschbrillen auf der BR-Radltour-Bühne einem großem Publikum. Das Bremsreaktionstest-Gerät erfreute sich großen Interesses bei Jung und Alt.
 

3. Jugend- und Verkehrserziehung  

3.1 Verkehrserziehung im Kindergarten und Move-It-Box

Die Kreisverkehrswacht unterstützt die Verkehrsausbildung schon im Kindergarten:
Sie stellt Lehrmaterial zur Verfügung, informiert die Erzieherinnen und steht selbst für die Ausbildung zur Verfügung. Inzwischen haben 31 Kindergärten im Landkreis zeitgemäße Hilfen zur Verkehrserziehung, wie z.B. die sog. Move-It-Box. Sie dient der langfristigen Bewegungsschulung und hilft damit, das Unfallrisiko auch im Straßenverkehr zu vermindern.
Bei über 63 Veranstaltungen (Schulwegtraining, Radfahrübungen, Informationstagen,...) in Kindergärten des Landkreises Eichstätt waren über 2.326 Kindergartenkinder dabei.

3.2 Aktion „Kind und Verkehr“

Für diese Aktion sind die Herren PHK Schulze und POK Schiebel von der Polizeiinspektion Eichstätt, Herr POK Gottschalk von der Polizeiinspektion Beilngries sowie Herr Pritschet als Moderatoren ausgebildet. Diese vier Moderatoren standen für Elternabende zur Verfügung. Bei vier Veranstaltungen informierte Herr POK Gottschalk 122 Teilnehmer im vorschulischen Bereich über aktuelle Themen der Verkehrssicherheit.
In 27 Kindergärten lehrten Beamte der Polizeiinspektionen Beilngries und Eichstätt den Kleinen, darunter vielen künftig schulpflichtigen Kindern, das richtige Verhalten im Straßenverkehr in Theorie und Praxis. Sie haben dabei über 1.400 Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr mit Hilfe von kindgerechten Filmen vermittelt. Zudem wurden mit ca. 428 Schulanfängern in mehreren Orten Schulwegtraining und Radfahrübungen durchgeführt. Sieben Kindergärten waren zu Besuch bei der PI Eichstätt mit insgesamt 144 Kindern.

Im schulischen Bereich fanden zehn Aufklärungsveranstaltungen für Eltern von Schulkindern mit 605 Teilnehmern statt. An 28 Vorträgen von Richtern, Staatsanwälten, Rechtsanwälten bzw. Polizeibeamten an Schulen nahmen 616 Personen teil. Drei Tagungen für Verkehrslehrer- und erzieher wurden von 100 sehr interessierten Teilnehmern positiv wahrgenommen.

3.3 Schulweghelfer  


Die Moderatoren engagierten sich zudem bei der Ausbildung der erwachsenen Schulweghelfer. Sie haben meist Eltern von Schulanfängern und vereinzelt auch Senioren, mit den Aufgaben vertraut gemacht. Seit Schulanfang 2007/2008 leisten auch in Nassenfels 7 Erwachsene Hilfe für die Schulkinder. In Buxheim sind ebenfalls Schulweghelfer im Einsatz. Insgesamt fanden 31 Veranstaltungen für Schulwegdienste mit 554 Teilnehmern statt.

3.4 Fortbildungsveranstaltung für Erzieherinnen

Die für den 14.11.2008 vorgesehene Fortbildungsveranstaltung wurde wegen Krankeit am 08.01.2009 nachgeholt. Sie fand traditionell in den Räumen der Sparkasse Eichstätt statt. 23 Teilnehmer/innen folgen aufmerksam den Ausführungen der Fachmoderatorin Martina Geißler zum Thema „Sinneswahrnehmung im Straßenverkehr“. Bei praktischen Beispielen und Übungen wurden die Teilnehmer/innen aktiv einbezogen. Die Veranstaltung wurde sehr positiv bewertet. Die Teilnehmerinnen appellierten dafür, auch heuer wieder eine derartige Veranstaltung durchzuführen.

3.5 Verkehrsschauen für sichere Schulbushaltestellen

Zur Verbesserung der Sicherheit auf dem Schulweg werden die Schulbushaltestellen im Rahmen der laufenden Verkehrsschauen mit der Polizei, dem Straßenbauamt bzw. Tiefbauamt, der unteren Straßenverkehrsbehörde und der Verkehrswacht in vielen Orten des Landkreises geprüft. Es wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Haltestellen ordnungsgemäß beschildert sind.

3.6 Transparente  


In allen Orten mit Grundschulen wurden zum Schulanfang 2008/2009 erneut Transparente, die auf die Erstklässler hinweisen, angebracht.
100 Transparente mit der Aufschrift: „Schule hat begonnen“, „Achten Sie auf die Kinder“, „Schulanfänger - Verkehrsanfänger“ und „Tempo runter, bitte! Kinder“ sollen die Kraftfahrzeugführer in ihrer Fahrweise besonders auf die jungen Verkehrsteilnehmer sensibilisieren.

3.7 Schulwegplan

Wie schon in den letzten Jahren wurde zu Beginn des Schuljahrs 2008/2009 von der Polizei Beilngries für den Bereich der Marktgemeinde Kipfenberg ein Schulwegplan erstellt und allen Schulkindern ausgehändigt.

3.8 Sicher zur Schule – Sicher nach Hause

Unter diesem Motto wurde in den ersten Schultagen ein besonderer Verkehrsunterricht für die Erstklässler erteilt. Der Einstieg zur gemeinsamen Aktion der Sparkasse und der Gemeinden mit der Kreisverkehrswacht vollzog sich am 18.09.2008 stellvertretend für alle Gemeinden des Landkreises in der Grund- und Teilhauptschule Eitensheim. Den Erstklässlern wurden vom Vorsitzenden Herrn Landrat Anton Knapp und den übrigen Mitwirkenden Verhaltensweisen erklärt, wie sie sicher zur Schule und sicher nach Hause gelangen können. Anschließend überreichten sie jedem Neuschüler u.a. leuchtend gelbe Armbänder und Verkehrszeichen-Geduldspiele. Bericht im Donaukurier – Eichstätter Kurier vom 19.09.2008:

3.9 Aktion „Toter Winkel“  


Kinder, Jugendliche und Erwachsene verunglücken als Fahrradfahrer oft, weil sie sich im "Toten Winkel" abbiegender LKW's oder Busse bewegen und die für sie bestehende Gefahr nicht erkennen.
Unfälle im Zusammenhang mit dem Toten Winkel gehören zu denen mit besonders hoher Todesrate. Deshalb unterstützten die Landesverkehrswacht Bayern und die Kreisverkehrswacht Eichstätt den schulischen Verkehrsunterricht aller Schularten mit dem Projekt "Toter Winkel" besonders anschaulich und praxisnah:
Schulen, die eine Demonstration wünschen, erhalten "Besuch" von ihrer örtlichen Verkehrswacht oder der Jugendverkehrsschule der Polizei. Den Schulkindern wird das "Phänomen" des "toten Winkels" bei LKWs und Bussen und die damit verbundenen Gefahren demonstriert. Im Schulhof werden den Schülern durch den Moderator die eingeschränkten Sichtverhältnisse der LKW- oder Busfahrer aufgezeigt. Zur Verdeutlichung wird der gefährliche Bereich durch eine große dreieckförmige Plane abgedeckt oder ein rot-weißes Warnband eindrucksvoll markiert. Dabei darf sich jeder Schüler auch ans LKW-Steuer setzen und selbst erleben, wie Personen im "Toten Winkel-Bereich" nicht sichtbar sind, ja sogar ganze Gruppen verschwinden. Anschließend wird eine Rechts-Abbiegung vorgeführt, wobei sehr eindrucksvoll der engere Radius der Hinterräder, von denen die Gefahr für die Personen im "Toten Winkel" ausgeht, beobachtet werden kann.
Herr Gottschalk, Polizeiinspektion Beilngries leitete fünf Veranstaltungen mit 140 Teilnehmern zum „Toten Winkel“.

3.10 Veranstaltung für Erstklasseltern

Auf Einladung einiger Schulen kamen die Polizeibeamten zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 zu den Veranstaltungen für Erstklasseltern unter dem Motto „Sicher zur Schule“. In dieser Aktion waren die Veranstaltungen in den Eichstätter Schulen (St. Walburg und Am Graben), sowie in Beilngries, Kinding und Kösching gut besucht. Sie wurden dazu motiviert, das erhaltene Faltblatt „Sicherheit für ihr Kind“ der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule - Sicher nach Hause“ mit ihren Kindern durchzuarbeiten.

3.11 Schülerverkehrsprogramm  


Wie jedes Jahr wurden in den zweiten und sechsten Klassen schriftliche Prüfungen zum Schülerverkehrsprogramm durchgeführt. Dazu verteilte Herr Florian Rieß an alle Schulen mehr als 3.000 Prüfbögen, die von der Verkehrswacht erstellt und kostenlos geliefert wurden.

3.12 Radfahrausbildung

Bei der Radfahrausbildung in allen vierten Klassen führen die Lehrer den theoretischen und die Polizeibeamten den praktischen Unterricht durch. Für den praktischen Teil der Radfahrprüfung stehen 23 stationäre Jugendverkehrsschulen im Landkreis zur Verfügung (Adelschlag, Altmannstein, Beilngries, Buxheim, Denkendorf, Eichstätt, Dollnstein, Gaimersheim, Großmehring, Kinding, Kipfenberg, Kösching, Lenting, Mindelstetten, Nassenfels, Pförring, Pollenfeld, Schernfeld, Stammham, Titting, Walting und Wellheim). Aber auch die 2.-Klässler werden bereits im Fahrradparcours ausgebildet.
Diese Übungsplätze hat die Kreisverkehrswacht mit Verkehrszeichen, Ampeln, Fahrrädern und Farbmarkierungen ausgestattet. Der Kostenaufwand betrug über 300.000,-- €. Zuletzt bekamen die Volksschulen in Altmannstein, Beilngries, Buxheim und Lenting die Ausrüstung für ihre neu errichteten Verkehrsübungsplätze. Auf der Warteliste stehen noch drei geplante Verkehrsübungsplätze (Hepberg, Mörnsheim und Wettstetten ), die bei gleicher Förderung von der Kreisverkehrswacht nochmals über 45.000 € Zuschüsse erhalten sollen. In 2009 wird in Sandersdorf ein Verkehrsübungsplatz neu eingerichtet und von der Kreisverkehrwacht unterstützt.

2008 erfolgten 70 Radfahrprüfungen an den Schulen im Landkreis Eichstätt. Daran nahmen
1.426 Schülerinnen und Schüler teil.

3.13 Fahrradturnier  


Für die 6. Jahrgangsstufe organisierten der Fachberater Herr Florian Rieß und die Geschäftsführerin Frau Pröpster zum 29. Mal ein „Fahrradturnier“. Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist die sichere Fahrzeugbeherrschung.

Es beteiligten sich auf Schulamtsebene 13 Schulen, die jeweils ihre zwei besten „Radlerinnen und Radler“ zur Endauscheidung am 10.07.2008 nach Eichstätt schickten.
Die ersten Sieger erhielten als Preis je ein Fahrrad und einen Fahrradhelm, die von der Kreisverkehrswacht Eichstätt gestiftet waren. Alle Teilnehmer bekamen Sachpreise. Der Sieger der Mannschaftswertung, die Schule Kösching übernahm den von der Sparkasse Eichstätt gestifteten Pokal. In der Einzelwertung gewannen Denise Böhm (Lenting) bei den Mädchen und Andreas Regensburger (Eichstätt-Schottenau) bei den Jungen.
 

Einzelwertung Knaben

Einzelwertung Mädchen

1.

Andreas Regensburger

Eichstätt-Schottenau

Denise Böhm

Lenting

2.

Fabian Schmidt

Beilngries

Theresa Pfaller

Altmannstein

3.

Moritz Schüren

Großmehring

Melanie Sperber

Kösching

Mannschaftswertung:

1.Platz:  Kösching

2. Platz:   Denkendorf

3. Platz:   Titting

 

Alle Sieger und Platzierten erhielten zusätzlich wertvolle Preise wie Volleybälle, T-Shirts und Bücher, die von der Sparkasse Eichstätt, der Verkehrswacht und dem Landkreis gespendet wurden.

Der Eichstätter Kurier unterstützt das jährliche Fahrradturnier mit umfangreicher Berichterstattung (Pressebericht vom 11.07.2009).

3.14 Schülerlotsen und Schulbusbegleiter  


In drei Gemeinden unseres Landkreises sind Schüler als Schüler- bzw. Schulbuslotsen (Schulbusbegleiter: Altmannstein, Eichstätt, Pförring; Schülerlotsen: Kipfenberg, Irfersdorf, Kevenhüll, Altmannstein, Kipfenberg und Pförring) im Einsatz und leisten während des Schuljahres täglich zum Schulbeginn und -ende ihren ehrenamtlichen Dienst. 2008 waren aktiv tätig:
     7     Schülerlotsen
     53   Schulbuslotsen
     172 Schulweghelfer
     45   Schulbusbegleiter.
Alljährlich scheiden Schülerlotsen mit dem Verlassen der Schule aus dem aktiven Dienst aus. Sie werden im Rahmen einer Feierstunde verabschiedet. Dabei erhalten sie von der Kreisverkehrswacht als Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Dienst je ein Präsent, sowie von der Gemeinde eine Aufmerksamkeit.
Für neue Schülerlotsen und Schulbusbegleiter sorgten die Herren Gottschalk und Schiebel in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Volksschule. Sie konnten 36 Buben und Mädchen der 7. und 8. Volksschulklassen gewinnen und zu Schüler- und Schulbuslotsen (Altmannstein (26), Kipfenberg (7) und Pförring (5)) ausbilden.
Dank der großen Unterstützung der örtlichen Schulen konnten die Gemeinden Buxheim und Pförring neue Schulweghelfer und Schülerlotsen für die Schulwegsicherung gewinnen.

Die Kreisverkehrswacht Eichstätt unterstützt diese äußerst wertvolle ehrenamtliche Arbeit indem sie erforderliche Schutzkleidung zur Verfügung stellt. Diese kann bei Bedarf bei den Jugendverkehrserziehern der Polizeiinspektionen Eichstätt und Beilngries angefordert werden. Außerdem beteiligt sich die Verkehrswacht mit einem Essenszuschuss an den jährlichen Feierlichkeiten zu Ehren der aktiven Verkehrshelfer.

3.15 Unterrichtung der Acht-, Neunt- und Zehntklässler  


Für Acht-, Neunt- und Zehntklässer in Haupt, Realschulen und Gymnasien hielten die Moderatoren Gottschalk und Schiebel Vorträge. Sie befassten sich mit den Themen
o Jugend und das Recht
o Jugendliche – alkoholfrei
o Alkohol im Straßenverkehr
o Neuerungen im Waffenrecht
o Drogen / Alkohol / Jugendschutz.

3.16 Außerschulischer Bereich - Jugendverkehrserziehung

Bei einer Veranstaltung in der Fahrschule Top Drive informierte die Polizeiinspektion Eichstätt angehende Führerscheinneulinge zum Thema „Alkohol im Straßenverkehr“. Des weiteren gab Herrn Gottschalk, Polizeiinspektion Beilngries sechs Vorträge zu „Drogen / Alkohol / Jugendschutz“ in Beilngries und Denkendorf.


4. Erwachsenenaufklärung  


4.1 Allgemeine Erwachsenenbildung zur Verkehrssicherheit

In die Verkehrserziehung muss jede Altersstufe einbezogen werden. Für die Erwachsenen fanden 10 Veranstaltungen, die von den Beamten PHK Glück, POK Josef Schiebel und POK Albert Gottschalk, durchgeführt wurden, statt. Es nahmen daran 105 Personen teil. Darüber hinaus informierte Herr Gottschalk in der Fahrschulakademie (VPA) in Beilngries bei 2 Veranstaltungen über „Ladungssicherung“ und „Unfälle Kinder / Senioren“. Herr PHK Glück sprach vor 30 Teilnehmern über land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr.

4.2 Reaktionstestgerät

Seit Mai 2002 können wir ein Reaktionstestgerät bei allen Veranstaltungen, sei es z. B. im Fahrsicherheitstraining junger Auto-fahrer, beim Fahrradturnier, bei der Fortbildungsveranstaltung der Erwachsenen (Erzieherinnen) oder im Seniorenprogramm einsetzen. Das Gerät gibt Aufschluss über die eigene Reaktionszeit. Folglich kann jeder nach dem Test sein Fahrverhalten durch einen größeren Sicherheitsabstand verändern und dadurch eventuelle Auffahrunfälle vermeiden.

4.3 Aktion „Könner durch Er-fahrung“  


Wir konnten mit unseren bewährten Moderatoren, den Herren Fahrlehrern Herrmann, Pazdzewicz und Zeitler sowie ihren Fahrlehrerkollegen (Georg Zeitler, Manfred Schwägerl, Rudolf Pazdzewicz, Erwin Neumann, Matthias Lautenschlager, Stefan Graf, Wolfgang Flierl, Johann Fleischmannn, Anton Dengler, Fatih Demir, Silvia Bentschitsch, Michael Band und Heinrich Babiel) in den Kreisbauhöfen Beilngries und Eichstätt 22 Veranstaltungen (siehe Anlage) mit 214 Fahrerinnen und Fahrern durchführen. Ziel der Aktion ist die wichtigsten Verkehrsregeln in Erinnerung zu rufen, über Neuerungen zu Informieren, Fahrfertigkeit und Fahrsicherheit aktiv zu trainieren. Es geht darum, elementare fahrphysikalische Erfahrungen zu sammeln und Grundkenntnisse aufzustocken. Der Kurs schärft so den Blick für kritische Verkehrslagen und das Gespür fürs Fahrzeug.

Im Rahmen der Herbstdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Eichstätt informierte unser Moderator Rudi Pazdzewicz über das „Könner durch Er-fahrung“-Programm. Er verteilte Informationsmaterial (Plakate, Infoschreiben, Anmeldekarten,...) an alle Anwesenden. Ziel sind spezielle Könner-Trainings für Feuerwehren.

Neben klassischen Könner-Training für PKW´s bietet die Kreisverkehrswacht Fahrsicherheitstraining für Motorräder an. 2008 fanden drei Veranstaltungen statt, die allesamt komplett ausgebucht waren.


5. sonstige Verkehrswachtarbeit  


5.1 Plakataktionen

An bestimmten stark befahrenen Strassen wurden wie im vergangenen Jahr die Autofahrer durch großflächige Plakate auf verkehrsgerechte Fahrweise hingewiesen. Die Kreisbauhöfe Beilngries und Eichstätt sowie die Straßenmeisterei Eichstätt achteten stets darauf, dass die vorhandenen Ständer in Ordnung waren und die Plakate regelmäßig gewechselt wurden.

5.2 Internationale Kfz-Beleuchtungsaktion

Die Verkehrswacht hat in den Tageszeitungen auf die jährliche Internationale Kfz-Beleuchtungsaktion, die im Oktober 2008 stattfand, aufmerksam gemacht. Die Fahrzeughalter wurden darauf hingewiesen, dass sie bei den Kfz-Werkstätten die Beleuchtungsanlage ihrer Autos kostenlos überprüfen lassen können.

5.3 Geschwindigkeits-Anzeigesystem Temposys

Seit Mai 2000 ist eine Geschwindigkeitswarnanlage im Einsatz. Damit sollen die Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer, also auch rasende Radfahrer darauf hingewiesen werden, wie schnell sie fahren. Bisher war dieses Gerät an über 900 Messstellen im Landkreis im Einsatz. Die Gemeinden können jederzeit dieses Gerät ordern. Besonders gefragt ist diese Messstelle zum Auswerten der gefahrenen Geschwindigkeit an Kindergärten, Schulen und 30 km-Zonen.

5.4 Radar-Verkehrsmesssystem Vedasys  


Seit September 2003 können wir zusätzlich mit einem Radar-Verkehrsmesssystem Verkehrsdaten erfassen. Es wird die Fahrtzeit, Geschwindigkeit und die Länge eines Fahrzeuges ermittelt werden. Diese Messwerte geben z.B. Aufschluss darüber, ob die Verkehrsdichte auf Straßen, die Kinder auf dem Schulweg überqueren müssen, noch ausreichende Lücken zum gefahrlosen Überqueren aufweist.

5.5 Auszeichnung

Bei der letzten Jahreshauptversammlung am 29.05.2008 im Gasthof Ledl, Gaimersheim ehrte der neugewählte 1. Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Herr Landrat Anton Knapp 14 Verkehrsteilnehmer wegen ihrer vorbildlichen Verhaltensweise im Straßenverkehr und überreichte ihnen Urkunden als bewährte Kraftfahrer für 10 bis 65 Jahre unfallfreies Fahren.

5.6 Verabschiedung und Ehrung  


Nach 12 Jahren aktiver Tätigkeit in der Vorstandschaft, davon 11 Jahre als Vorsitzender überreichte Landrat Dr. Xaver Bittl mit Zustimmung der anwesenden Mitglieder den Führungsstab in der Kreisverkehrswacht an seinen Nachfolger Anton Knapp. Dieser bedankte sich im Nahmen der Verkehrswacht für die besonderen Verdienste Dr. Xaver Bittls: Herr Dr. Xaver Bittl zeigte während seiner gesamten aktiven Zeit in der Vorstandschaft der Kreisverkehrswacht Eichstätt vollen Einsatz für die Belange aller Verkehrsteilnehmer vom Kindergartenalter an bis hin zu unseren Senioren, wie z.B.
· Kauf von Move-It-Boxen für alle Kindergärten
· Fortbildung für Erzieher/innen
· Ausrüstung der Schulanfänger/innen mit Sicherheitskleidung
· Einrichtung neuer Verkehrsübungsplätze für Schulen, Radfahrausbildung
· Einführung des Fahrfertigkeitstrainings „Könner durch Er-fahrung“
· Anschaffung Anti-Schleuder-Folien mit Beregnung
· Kauf Brems-Reaktions-Test – Gerät
· Kauf Rauschbrillen
· und vieles mehr.
Last but not least steht die Kreisverkehrswacht Eichstätt auf einem äußerst soliden finanziellen Fundament. Dies war nicht zuletzt den scheidenden Vorsitzenden Dr. Bittl und seinem unermüdlichen Engagement gegenüber den Gerichten und der Staatsanwaltschaft zu verdanken.

5.7 Allgemeines  

Die Arbeit der Kreisverkehrswacht in der Jugend- und Schulverkehrserziehung sowie der Erwachsenenaufklärung konnte im Geschäftsjahr 2008 dank der tatkräftigen Mithilfe des Herrn leitenden Polizeidirektors Egner, des Herrn 1. Polizeihauptkommissars Heimhuber und des Herrn 1. Polizeihauptkommissars Wühr sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Braisch, Glück, Gottschalk, Schiebel und Schulze sowie dem Seniorenbeauftragen Hirtreiter zu einem großen Erfolg bei der Verkehrserziehung, angefangen bei den kleinen Kindern bis zu den Senioren, führen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle im Namen der Verkehrswacht meinen herzlichsten Dank aussprechen.
Ebenso möchte ich mich bei Herrn Landrat Anton Knapp, Dr. Xaver Bittl sowie der gesamten Vorstandschaft für die ausgezeichnete Zusammenarbeit, beim Staatlichen Schulamt Eichstätt für die stets offene Mitarbeit, bei den Kreisbauhöfen Beilngries und Eichstätt, den Herren Krauser und Vogl wie auch bei der Straßenmeisterei Eichstätt, Herrn Beitler sowie allen Helfern für die tatkräftige Unterstützung recht herzlich bedanken.

 

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