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Vereinschronik




 

Die DJK Eichstätt in den Jahren 1920 bis 1935

Am 18. September 1920 wurde in Würzburg die Deutsche Jugendkraft als Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen gegründet. Freilich hat es die DJK schon früher gegeben, denn viele örtliche Gruppen des katholischen Jungmännerverbands hatten bereits Sportabteilungen, doch fehlte ein nationaler Verband. Erster Vorsitzender des neugegründeten DJK-Verbands wurde Prälat Carl Mosterts.

Der Sportverband Deutsche Jugendkraft erfasste Vereine aus dem gesamten Deutschen Reich. Vereinsnamen wie DJK Schweinfurt, DJK Kolpingia Andernach und DJK Agon Düsseldorf, die uns heute noch bekannt sind, standen neben Vereinen wie DJK Werdertor Danzig, DJK Magdeburg-Neustadt oder DJK Breslau.

Obgleich die DJK in Bayern ihre Geburtsstunde hatte, brauchte sie doch gerade hier sehr lange, um sich durchzusetzen. Als Arbeitsgebiete umfasst die DJK zu dieser Zeit alle "vernünftigen Leibesübungen", also Geräteturnen, Leichtathletik, Rasenspiele, Skilauf, Schwimmen, Kleinkaliberschießen und Rudern. Im Spielbetrieb war alle Monate ein sogenannter "Familiensonntag" mit Spielverbot eingelegt.

Seitdem in Eichstätt der Kath. Jugendverein gegründet worden war, also seit 1910, hatte auch der Kath. Jugend- und Gesellenverein Eichstätt, Turnen, Spiel und Sport in sein Programm aufgenommen. Domkaplan J. Graf gründete schließlich 1914 eine Turnriege, die in der Folge mit beachtlichen Erfolgen aufwarten konnte. Mit dem Ersten Weltkrieg fand auch die so hoffnungsvoll gestartete Sportbewegung in Eichstätt ein jähes Ende.

Doch schon 1919 wurde ein neuer Anfang gemacht. Domkaplan Adolf Speinle, ein Name, der untrennbar mit dem Namen DJK Eichstätt verbunden ist, hatte mittlerweile die Führung des Jugendvereins und damit auch die Sportabteilung übernommen. Der Bezirksturntag des Verbandes Kath. Jugendvereine der Diözese Eichstätt, der am 23. und 24. August 1919 in Eichstätt stattfand, war beredter Zeuge für die hohen Verdienste, die sich die beiden Präsides Graf und Speinle um den Sport erworben hatten. Aus Ellingen, Hilpoltstein, Neumarkt, Schwabach, Weißenburg, Kipfenberg, Nürnberg (St. Ludwig) und Obereichstätt waren Gäste zum Wettstreit erschienen. Am Samstagabend fanden auf der Spielwiese Deutschball- und Faustballwettkämpfe statt. Der Sonntag wurde eingeleitet mit einem Gottesdienst in der Schutzengelkirche. Anschließend wurde der Weg zur Burg angetreten, wo im Hofe nach straffer Durchführung der Massenfreiübungen durch sieben Vereine an den Austrag des Fünfkampfes geschritten wurde, bestehend aus Hundertmeterlauf, Hoch- und Weitsprung, Reck- und Barrenturnen. Nach der Mittagspause wurde um 2 Uhr der Nachmittagsgottesdienst im Dom besucht, dem sich der Festzug durch einige Straßen der Stadt anschloss. Mit dem Eintreffen des Zuges im Gesellenhaus begann der letzte Teil der Veranstaltung: Freiübungen, Kürübungen an Barren und Reck, Pyramiden, Preisverteilung.

Gründung der DJK-Eichstätt

So hatte das Sportleben in Eichstätt kurz nach dem Ersten Weltkrieg eine neue Blüte erreicht und als 1920 in Würzburg der DJK-Verband gegründet wurde, da wurde auch in Eichstätt ein DJK-Verein ins Leben gerufen. "H.H. Präses Speinle, der Pionier des Eichstätter Jugendvereins, versammelte unterm 1. Februar 1920 sämtliche Mitglieder des Gesellen- und Jugendvereins und gab nach eingehender Aussprache und Verlesung der Würzburger Resolution die Gründung der DJK Eichstätt bekannt.

Nun kam System in die Turn- und Sportabteilung: Die zu Würzburg beschlossenen Satzungen wurden zugrunde gelegt, die vorgeschriebenen Einheitspässe eingeführt. Die DJK wurde in eine Junioren- (Mitglieder des Jugendvereins) und eine Senioren-Abteilung (Mitglieder des Gesellenvereins) eingeteilt".

Der am 28. und 29. August in Neumarkt durchgeführte Kreisturntag der DJK war das größte Ereignis im Gründungsjahr. Die DJK Eichstätt hatte allein 60 Turner abgeordnet, die mit einem unerwarteten Preis nach Hause kamen: Die Turnriege des Gesellenvereins erhielt im Riegenturnen vor den Konkurrenten aus Schwabach, Weißenburg, Neumarkt, Hilpoltstein und Ellingen den ersten Preis und auch die Junioren-Gruppe landete unter den Jugendriegen des Kreises gleichfalls an erster Stelle.

"Präses Speinle war nicht nur der Gründer der DJK Eichstätt. Als Gauvorsitzender, zu dem ihn die Gausitzung vom 14. November 1920 zu Weißenburg ernannte, hatte er auch alle übrigen Abteilungen der Diözese zu organisieren und zu betreuen".

Im Jahre 1922 musste die Fußballmannschaft den Spielbetrieb wegen Spielermangel einstellen. - Dafür aber war die Faustballmannschaft um so aktiver. Sie konnte gegen die erste Mannschaft des hiesigen Turnvereins bzw. VfB wiederholt erfolgreich bleiben.

Wegen der rapid zunehmenden Geldentwertung konnte in diesem Jahr kein Gauturntag durchgeführt werden und auch die Turnstunden mussten anfangs Oktober aus finanziellen Gründen eingestellt werden.

Doch schon im Januar 1924 konnte der Turnbetrieb wieder aufgenommen werden. Beim 1. Bay/erischen Kreisturnfest der DJK in Augsburg war die DJK mit 15 Turnern vertreten und zum Schauturnen in Mörnsheim rückte die DJK Eichstätt geschlossen aus.

Beim Bezirks-Werbeturnfest am 3. Mai 1925 in Mörnsheim war die DJK Eichstätt fast vollzählig vertreten,- doch das Jahr 1926 brachte den Faustballern der DJK einen besonderen Erfolg, gelang es ihnen doch anlässlich des Bezirksturnfestes in Neuburg endlich, ihre alten Widersacher aus Weißenburg mit 44:42 knapp zu bezwingen. Auch im Schlagballspiel wurde die DJK Eichstätt durch einen Sieg gegen St. Anton Ingolstadt Bezirksmeister. Das Gauturnfest der DJK in Schwabach brachte den DJK-Faustballern aus Eichstätt einen klaren 44:16-Erfolg gegen Hilpolt-stein und die Junioren der DJK Eichstätt fuhren im Schlagball ebenfalls als Gaumeister nach Hause. Bei einem Werbeabend im vollbesetzten Saal des Kolpinghauses errangen die DJK-Turner wie auch die Theatergruppe des Vereins einen besonderen Erfolg. Ein schwerer Schlag war auch für die DJK Eichstätt derjähe Tod des DJK-Generalpräses und Verbandsvorsitzenden Karl Mosterts am 26. August 1926.

Der 10. September 1931 war der Geburtstag der DJK-Fußball-Abteilung. Die Begeisterung für diese neue Abteilung hatte jedoch einen Nachteil: Das Interesse an den Turnstunden schwand zusehends und da die Rasensportler für die Geräte nicht mehr zu interessieren waren, wurden aus den Turnstunden Gymnastikstunden.

Auf allgemeinen Wunsch wurden im Jahre 1932 erstmals Fußballrundenspiele durchgeführt. Diese brachten folgenden Endstand:

1. DJK Obereichstätt 39: 9 Tore 17 Punkte

2. DJK Eichstätt 18:24 Tore 10 Punkte

3. DJK Dollnstein 15:18 Tore 10 Punkte

4. DJK Wasserzell 21:18 Tore 9 Punkte

5. DJK Mörnsheim 20:22 Tore 7 Punkte

6. DJK Kipfenberg 10:30 Tore 5 Punkte

Nach einer in Wasserzell durchgeführten Schiedsrichterprüfung konnten im gleichen Jahr vier Mitglieder der DJK Eichstätt als Fußball-Schiedsrichter zugelassen werden.

Das Jahr 1933 brachte als besondere Neuerung die Einführung einer neuen Punktewertung durch den DFB. Demnach konnte jede Mannschaft bei einem Spiel durch sportliches Verhalten zusätzlich einen Punkt gewinnen, der für die Meisterschaft gezählt wurde. Die Entscheidung um die Bezirksmeisterschaft konnte in diesem Jahr erst durch ein Entscheidungsspiel der DJK Eichstätt und der DJK Obereichstätt gefällt werden. Die körperlich stärkeren Obereichstätter gewannen trotz einer 2:0 Pausenführung der Domstädter am Ende mit 3:2.

Im Sommer 1933 wurde der Wettspielbetrieb der DJK, der durch das Reichskonkordat anerkannt und geschützt war, auf Anordnung des Reichssportführers in die Fachverbände des deutschen Sports eingebaut. Die Fußballabteilung der DJK wurde dem DFB, die Faustballabteilung der Deutschen Turnerschaft eingegliedert. Die Fußballmannschaft der DJK wurde der Ingolstädter Kreisklasse 11 zugeteilt. Am 26. März 1933 verließ Präses Josef Rebele, ein begeisterter Fußballzuschauer, der mit seinen "Filialstiefeln" weder Regen noch Schnee und Kälte scheute und die DJK-Fußballer immer wieder aufzumuntern wusste, die DJK, Um als Stadtpfarrer von Altdorf bei Nürnberg zu wirken.

Die Fußballer der DJK schlugen sich in der Kreisklasse 11 recht tüchtig, kamen jedoch nicht mehr dazu, die Rückspiele auszutragen, da der DJK Eichstätt auf Geheiß der damaligen Machthaber unterm 10. Mai 1934 jede sportliche Betätigung verboten wurde. Beim Ausscheiden der DJK-Mannschaft hatte die Tabelle der Kreisklasse 11 folgendes Aussehen:

1. SpV. Etting 8 29:15 13 Punkte

2. DJK St. Josef Ingolstadt 7 31:14 11 Punkte

3. DJK Eichstätt 6 20:19 8 Punkte

4. SpV. Mailing 9 43:27 8 Punkte

5. FC Nassenfels 4 17:15 4 Punkte

6. DJK Tauberfeld 6 14:28 2 Punkte

7. SpV. Gerolfing 8 12:48 2 Punkte

Das Verbandsspiel gegen den Tabellenführer SpV Etting am 22. April 1934 war das letzte Spiel der Fußballer der DJK Eichstätt. Auch den Faustballern wurde nicht mehr gestattet, zu den Rückspielen um die Faustballmeisterschaft anzutreten.

Am 30. Mal 1934 wurde der Deutschen Jugendkraft in Bayern jede sportliche Betätigung untersagt. Der Chronist der DJK Eichstätt schließt mit folgenden Worten: "Was immer die Zukunft bringen mag, eins soll sie nicht vermögen: Uns trennen von der Liebe des Heilands, von der Treue zu seiner Kirche, von der Sorge um sein Reich".

Am 19. November 1960 wird im Kolpinghaus Eichstätt per Handschlag zwischen Vorsitzendem Michael Kalb und dem damaligen DJK-Diözesanvorsitzenden MdL Karl Schäfer die Wiederaufnahme der DJK Eichstätt in den DJK-Hauptverband besiegelt.

40 Jahre wiedergegründete DJK Eichstätt

Schon in den Jahren 1946 und 1947, als viele Eichstätter wohl Wichtigeres zu tun hatten, als an sportliche Betätigung zu denken, wurde der Wunsch nach Wiedergründung der im Jahre 1935 verbotenen Deutschen Jugendkraft Eichstätt laut. Doch sollte es noch mehr als ein Jahrzehnt dauern, ehe dieses Vorhaben verwirklicht werden konnte.

Als sich die Vorstandschaft des 1947 gegründeten Sportvereins Eichstätt am 7. Juli 1960 mit der Bitte um eine Aussprache über eine eventuelle Umbenennung des Eichstätter Sportvereins in DJK Eichstätt an die Kolpingfamilie Eichstätt wandte, da war es der leider viel zu früh verstorbene Präses der Eichstätter Kolpingfamilie, H. H. Studienrat Max Albrecht, der großes Verständnis für das Anliegen der Vorstandschaft des SV Eichstätt zeigte, war doch auch die DJK Eichstätt im Jahre 1920 als Sportabteilung des Gesellenvereins ins Leben gerufen worden. Nach klärenden Aussprachen mit dem damaligen Jugendpfarrer Martin Netter und Euchar Merk, Herrieden, dem Vorsitzenden der DJK-Kreisgemeinschaft Eichstätt, ließ man die Mitglieder des SV Eichstätt anlässlich einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13. August 1960 im Vereinslokal "Unterer Plenagl" über eine Umbenennung in DJK Eichstätt befinden. 75 Prozent der Anwesenden stimmten damals für die Umbenennung und nach Erledigung der notwendigen Formalitäten wurde die DJK Eichstätt am 17. September 1960 in den DJK-Hauptverband aufgenommen. Der Verein hatte damals 112 größtenteils erwachsene Mitglieder, eine Sparte Fußball und eine Sparte Handball. Michael Kalb war 1. Vorstand, Ludwig Dollmann zweiter, Siegfried Weber Kassier, Helmut Lutz Schriftführer und Willi Laumeyer Spielausschussvorsitzender. Die Sparte Fußball wurde von Max Sandner geleitet, Horst Frankenberger stand der Abteilung Handball vor. Mit einem Festakt im zu Eichstätt wurde am 19. November 1960 die DJK Eichstätt wieder egründet. 1960 die DJK Eichstätt wieder gegründet.
Als sich im Frühjahr 1961 die Mitglieder des Leichtathletik-Club Rebdorf der DJK Eichstätt anschlossen, da konnte die DJK nicht nur die Zahl ihrer Mitglieder erhöhen. Mit der somit entstandenen Abteilung Leichtathletik, der dritten Sparte in der DJK, tat die DJK einen gewaltigen Schritt hin zu ihrer Aufgabe, Breitensport zu treiben.

Die DJK gedieh auch in den folgenden Jahren prächtig, wenngleich ihr Rückschläge nicht erspart blieben. Mit der Gründung einer Abteilung Frauengymnastik wurde im Frühjahr 1962 einem oft geäußerten Wunsch Rechnung getragen und bei der Jahreshauptversammlung 1962 konnte Vorsitzender Michael Kalb mit Stolz vermeiden, dass die Mitgliederzahl des Vereins auf 192 angewachsen sei.

Große Sorgen bereiteten der Vorstandschaft der DJK schon zu dieser Zeit die fehlenden Übungsmöglichkeiten während der Wintermonate, und als man 1962 zu hören bekam, dass man im Zuge der Errichtung der Pädagogischen Hochschule auch an eine Neugestaltung des sogenannten ESV-Platzes denke, da konnte niemand ahnen, welch schwere Zeit der DJK bevorstand.

DJK ohne Heimat

Mit dem Sportjahr 1963/64 begann die wohl schwerste Zeit der DJK, wenngleich der wiedergewählte Vorsitzende Michael Kalb anlässlich der Jahreshauptversammlung 1963 noch Optimismus ausstrahlte. Es begann mit der Berufung des bisherigen Geistlichen Beirats der DJK, Jugendpfarrer Martin Netter, zum Stadtpfarrer von Spalt und endete mit dem Abstieg unserer Fußballer in die C-Klasse. Doch zunächst ging es nochmals gewaltig aufwärts:

So wurde im Juli 1964 eine Tischtennisabteilung ins Leben gerufen und wenig später folgte auch die Gründung einer Altherrenmannschaft Fußball- Bei einem erstmals ausgerichteten Pokalturnier ließen sich unsere Fußballer erst in der Verlängerung von der DJK Dollnstein mit 2:1 besiegen. Doch dann ging es abwärts mit den DJK-Fußballern, und als man ihnen gar "über Nacht' den angestammten Platz wegnahm und sich außer dem SV Marienstein niemand finden wollte, der den DJK-Rasenspielern Obdach gewähren wollte, da musste es schließlich bergab gehen. So wurde mit dem Abstieg der Fußballmannschaft und deren "Verbannung" vom alten ESV-Platz eine der schwersten Zeiten in der jungen Geschichte der DJK Eichstätt eingeleitet, die zu überbrücken die DJK nur durch eine außergewöhnliche Kameradschaft imstande war, wurde sie doch auch noch ihres Vereinslokals, des "Unteren Plenagls", verlustig.

Es geht wieder aufwärts

Man möge dem Chronisten verzeihen, dass er sich nur ungern dieser Zeit erinnert und sie aus diesem Grunde auch recht rasch vergessen will. Doch auch in dieser Zeit brach mitunter die Sonne durch den dunkel verhangenen DJK-Himmel. So erfuhr das Vereinsleben durch die Gründung der Abteilung Basketball eine wertvolle Bereicherung, wobei dem Initiator, Studienrat Horst Barnerssoi, von dieser Stelle aus nochmals gedankt sei, hatte er doch gegen die misslichsten Umstände anzukämpfen. In der Führung des Vereins hatte sich in dieser schweren Zeit eine Umbesetzung vollzogen. Helmut Lutz übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden, Michael Kalb wurde sein Stellvertreter.

Für die Vorstandschaft wurde es immer schwerer, den vielen Interessenten für sportliche Betätigung ausreichende Übungsmöglichkeiten zu geben und als dann schließlich auch noch die "gute, alte" Turnhalle des Gabrieli-Gymnasiums der Spitzhacke zum Opfer fiel, da wuchs der Ruf nach einer eigenen Sporthalle zum lautstarken Orkan an.

DJK-Sporthalle wird Wirklichkeit

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kolpinghaus im September 1969 wurde das bedeutsamste Ereignis in der Geschichte der DJK eingeleitet, nämlich der Bau einer eigenen Sporthalle. Mit der Durchführung der Baumaßnahme aber begann eine neue Ära im Vereinsleben der DJK.

Das Jahr 1969 brachte den bislang wohl größten Erfolg für unsere Leichtathleten: Joseph Kraus wurde im Hammerwerfen Sportfestsieger beim Bundessportfest der DJK in Augsburg und der von der DJK durchgeführte 1. internationale Volkslauf in Eichstätt wurde, trotz Regen, zu einem sportlichen Großereignis, das 1700 Teilnehmer nach Eichstätt führte. Die "Badenden" im PH-Bad formierten sich mittlerweile zu einer eigenen Abteilung Schwimmen, so dass die DJK-Miglieder nunmehr in sieben Abteilungen Sport treiben konnten, nämlich Fußball, Handball, Tischtennis, Leichtathletik, Basketball, Frauengymnastik und Schwimmen.

Das taten dann auch die Mitglieder der DJK mit Begeisterung und als schließlich Vorsitzender Lutz im August 1970 das 400. Mitglied der DJK Eichstätt begrüßen konnte, da war dies eine kleine Sensation, denn noch konnte die DJK nichts vorweisen, als zu allem entschlossene Mitglieder, die bereit waren, für ihr großes Ziel, nämlich den Bau einer Sporthalle, zusammen mit der Vorstandschaft durch dick und dünn zu gehen.

Im Oktober 1970 schließlich konnte endlich die DJK-Sporthalle in Benützung genommen werden. Obgleich es noch an den notwendigen Umkleideräumen fehlte, nahm man doch die neue Übungsstätte mit Begeisterung "in Betrieb". Das Jahr 1970 brachte uns schließlich auch den Abschied von unserem Geistlichen Beirat Paul Trollmann, der zum Stadtpfarrer von Wassertrüdingen berufen wurde. Mit der Gründung einer Abteilung Volleyball erfuhr das Angebot der DJK an Sportmöglichkelten eine weitere Bereicherung.

Das erfreulichste Ereignis des Jahres 1971 war ohne Zweifel die Aufnahme des 500. Mitglieds in unsere DJK, und das noch nicht einmal elf Monate nachdem wir unseren "vierten Hunderter" ins Mitgliedsbuch hatten eintragen können! Doch nicht allein die Mitgliederzahlen gaben Aufschluss über eine recht rege Vereinstätigkeit. Im November 1971 konnte Vorsitzender Lutz das 600. Mitglied begrüßen. Seit Frühjahr 1971 wurde das Programm der DJK durch eine Abteilung Kinderturnen bereichert.

Das Jahr 1972 schließlich findet seinen Höhepunkt in der Einweihung der neuen Sporthalle, welche mit einer Sportwoche verbunden ist.

Sporthalleneinweihung am 16. April 1972

Die Sporthalleneinweihung am 16. April 1972 wurde widererwarten zu einem großen Festtag für unsere DJK-Familie. An der Spitze der Ehrengäste ist der damalige Präsident des Bayerischen Landessportverbands, Rudi Sedlmayer, zu nennen.

Mit dem Bau der DJK-Sporthalle wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der DJK Eichstätt aufgetan. Nur am Rande sei freilich erwähnt, dass mit der Fertigstellung der DJK-Sporthalle dem Verein auch neue Sorgen erwuchsen, galt es doch, das unter so großen Mühen Geschaffene auch in bestem Zustand zu erhalten.

Mit Karl Laumeyer sen. fanden wir freilich einen Mann als Hallenwart, der diese kostbare Sportstätte wie seinen Augapfel hütete.

Im Frühjahr 1973 gab es eine Riesenüberraschung besonderer Art, für uns war es beinahe schon sensationell: Mit 815 Mitgliedern wurde unsere DJK erstmals mitgliederstärkster Verein im gesamten Landkreis.

Nach vielen Überlegungen, die vornehmlich finanzieller Art waren, entschloss sich die Vorstandschaft im Frühjahr 1973 zur Gründung einer Abteilung Judo, der zwölften Sparte in der DJK Eichstätt.

Die ständig wachsende Zahl von Mitgliedern in unserem Verein machte es schließlich auch notwendig, die bisher praktizierte Form der Einholung der Vereinsbeiträge an den Haustüren endgültig ad acta zu legen und mit Beginn des Jahres 1975 die Vereinsabrechnung per EDV vorzunehmen.

Am 21. Juli 1974 zeichnete unsere DJK für die Ausrichtung des 1. Diözesansportfestes für DJK-Vereine verantwortlich. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde während eines Festgottesdienstes das von dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Hans Hutter gestiftete Banner geweiht.

Eine Riesenenttäuschung wartete im Herbst 1977 auf unsere Judoabteilung, war doch in der mit so großem finanziellen Aufwand gebauten Sporthalle Schottenau kein Platz mehr frei für unsere Judoabteilung. Nachdem sich die Gesamthochschule die bisherige Trainingsstätte, die Aula des Gymnasiums am Graben, "unter den Nagel" gerissen hatte, standen unsere mittlerweile auf annähernd 300 angewachsenen Mitglieder der Judoabteilung im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. Dem Verständnis vornehmlich der Fußballabteilung unseres Vereins war es schließlich zu danken, dass die Judoka einen Unterschlupf in der DJK-Halle fanden.

Ein besonderes Ereignis stand Eichstätt in den ersten Maitagen 1978 ins Haus, als der DJK-Bundesverband hier vom 4. bis 7. Mai seinen Bundesverbandstag zur Durchführung brachte.

Den wohl größten sportlichen Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte aber sicherte sich Ingrid Schmid, die in der Münchener Rudi-Sedlmayer-Halle Deutsche Meisterin 1979 im Judo wurde und damit das Jahr 1979, in welchem sie Südbayerische und Bayerische Meisterin geworden war, mit einem triumphalen Erfolg beschloss.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 7. März 1980 in der DJK-Gaststätte wurde die Umwandlung der bisherigen Jahreshauptversammlung in eine Delegiertenversammlung beschlossen.

Aufgrund des Neubaus einer Kegelbahn im Zusammenhang mit der Sanierung der Anbauten der DJK-Halle wurde als 13. Abteilung eine Sparte Kegeln ins Leben gerufen. Gleich in der ersten Punkterunde schafften dabei unsere Kegelherren in der Besetzung Herbert Eichner, Stephan Holzschuh, Michael Böhm, Joachim Hansen, Heinrich Böhm und Max Sandner den Meistertitel in der Kreis-Klasse G.

Am 11. Oktober 1980 war dann der FC Schmiere zu Gast in Eichstätt, um zugunsten unserer Sanierungsmaßnahme gegen eine Eichstätter Prominentenmannschaft zu spielen. Die Sorgen um die Finanzierung der notwendigen Baumaßnahme an der DJK-Halle waren auch der Anlass für den Beschluss der Delegiertenversammlung, eine einmalige Umlage in Form eines Jahresbeitrages zu erheben.

Mit überaus erfreulichen Erfolgen unserer Judoabteilung schloss schließlich das Jahr 1980 ab, konnte sich doch Ingrid Schmid
den Titel einer Deutschen Vizemeisterin 1980 i
Judo sichern- Horst Bacherle wurde Deutscher Militärmeister im Judo und nahm recht erfolgreich an den Militärmeisterschaften im Judo teil.

Unsere Schwimmerin Susanne Habiger schließlich fand durch ihre hervorragenden Platzierungen bei den bayerischen Meisterschaften große Beachtung und wurde in den bayrischen Landeskader berufen
Am 1. Januar 1982 zählte unser Verein 1711 Mitglieder, nämlich 607 Kinder bis 14 Jahre, 242 Jugendliche bis 18 und 862 Erwachsene. Eine großartige Ehre wurde unserer Schwimmerin Susanne Habiger zuteil, die in die bayrische Schwimmauswahl und in die deutsche DJK-Auswahl berufen wurde und sich bei einem Länderkampf in Würzburg gegen Holland hervorragend schlug.

Bei den Deutschen Judomeisterschaften in Nienhagen/Celle wurde unsere Judodame Ingrid Schmid zum zweiten Male Deutsche Meisterin in der Klasse bis 48 kg. Wehmütig klang das Jahr 1982 aus, mussten wir doch unseren langjährigen treuen Hallenwart Karl Laumeyer in den verdienten Ruhestand verabschieden, nachdem seine Gesundheit gar nicht mehr so recht mitmachen wollte.

Die Nerven unserer Fußballer wurden arg strapaziert, da nach dem Wegfall der Uni-Sportplätze noch kein neuer Platz in Aussicht stand. Direktor Franz Mattes übernahm für den beruflich stark überlasteten Dr. Alfred Gläser das Amt des Geistlichen Beirats in unserer DJK. Düstere Wolken zogen über die DJK Eichstätt auf, als sich immer deutlicher herausstellte, dass die durch die Sanierungsmaßnahme erforderlich gewordene Verschuldung vom Verein aus eigener Kraft wohl kaum bewältigt werden konnte. Nach vielen Gesprächen mit den betreffenden Stellen konnte das Schlimmste abgewendet werden, als sich das Bischöfliche Ordinariat, der Landkreis und auch die Stadt Eichstätt bereit erklärten, unserer DJK noch einmal finanziell unter die Arme zu greifen. Unter der Überschrift "Gerettet!` konnte DJK-Vorsitzender Helmut Lutz den glücklichen Abschluss der Verhandlungen bekannt geben und allen beteiligten Stellen seinen herzlichsten Dank aussprechen. In Burghausen wurde unsere Schwimmerin Susanne Habiger erstmals bayerische Meisterin über 200 m Brust und die Handballer melden die Gründung einer Damenmannschaft.

Wenige Tage nach der Delegiertenversammlung verstarb schnell und unerwartet unser Abteilungsleiter Kegeln, Stephan Holzschuh, der maßgeblichen Anteil an der Gründung der Kegelsparte in der DJK Eichstätt hatte. Mit 1666 Mitgliedern rangierte unsere DJK weiterhin an der Spitze der mitgliederstärksten Sportvereine im Landkreis Eichstätt.

Das Jahr 1984 endete mit einem herausragenden sportlichen Erfolg unserer Judoka, die den Aufstieg in Bayerns höchste Judoklasse, die Bayernliga, schafften. Unsere Volleyballdamen schafften den Aufstieg in die Bezirksklasse!

Bei herrlichem Wetter ging über die Pfingstfeiertage 1985 in Ingolstadt das 10. DJK-Bundessportfest über die Bühne. Die DJK Eichstätt ist besonders stolz darauf, dass sie mit ihren Mitgliedern dazu beitragen konnte, diesem Bundessportfest zum schönen Erfolg, zu verhelfen, war es doch eine beachtliche Zahl von Mitgliedern aus den Reihen unseres Vereins, die sich zum Mithelfen in Ingolstadt bereit erklärt hatte.

Ein schwerer Schlag traf uns im Jahre 1989, als sich herausstellte, daß die DJK-Halle dringend saniert werden muß. Bei näherer Durchleuchtung wurde klar, dass ein völliger Abbruch und anschließender Neubau billiger käme als eine Sanierung. Die anfängliche Euphorie, die bei geschätzten Baukosten von 1,2 Millionen DM noch angebracht war, wich allerdings gar bald einer erschreckenden Nüchternheit, als man erkennen musste, dass die DJK-Halle wohl nicht unter drei Millionen DM neu erstellt werden kann.

Im Jahr 1990 erklärte sich der Eichstätter Stadtrat zum ersten Mal bereit, einen Neubau der DJK-Halle zu bezuschussen. Im gleichen Jahr gelang der ersten Judo-Herrenmannschaft der Aufstieg in die Bezirksliga. In der gleichen Sportart wurde Florian Schöpfe! Bayerischer Meister der C-Jugend über 45 kg. Am 15. Dezember konnte das 70-jährige Vereinsjubiläum mit einem Festakt im Kolpinghaus begangen werden, wobei Landrat Konrad Regler die Festansprache hielt. Helmut Lutz, unser Vorsitzender, wurde beim DJK-Diözesantag mit dem Ehrenbrief des DJK-Bundesverbandes ausgezeichnet.

Zwei Ereignisse prägten das Vereinsjahr 1991. Die DJK Eichstätt wurde vom DJK-Diözesanverband mit der Ausrichtung des Diözesansportfestes beauftragt und 2500 DJKler aus der ganzen Diözese trafen sich am zweiten Juliwochenende in Eichstätt, um gemeinsam Sport zu treiben und Gemeinschaft zu erleben. Die Sportler der DJK Eichstätt konnten dabei nicht weniger als 50 Goldmedaillen erringen. Sportlich ging es weiter aufwärts, die Judomännermannschaft schaffte den Aufstieg in die Bezirksoberliga und in der gleichen Sportart wurde Sandra Jarmola Bayerische Meisterin in der B-Jugend unter 52 Kg. Die Jugend-Sportkegler Rainer Bamberger und Wolfgang Wollny wurden in den Landeskader Bayern aufgenommen. Leider muß dem "Echo der DJK", unserer regelmäßig erscheinenden Vereinszeitschrift, aber auch entnommen werden, dass sich die DJK Eichstätt gezwungen sieht, ab 19. April 1992 die DJK-Halle zu schließen. Auszugsweise geht aus dem Schreiben an den Oberbürgermeister bzw. alle Stadtratsfraktionen folgendes hervor: " . . . der Zustand der DJK-Halle ist dem Eichstätter Stadtrat seit Jahren bekannt, seit Jahren sagt die Stadt Eichstätt der DJK Hilfe bei der Bewältigung ihres großen Problems zu. Leider blieb es bisher bei Lippenbekenntnissen. Damit ist der DJK Eichstätt freilich nur sehrwenig geholfen. Ein einziger schwerer Unfall in der DJK-Halle, die für den Betrieb längst geschlossen werden müsste, brächte die DJK Eichstätt in eine sehr schwierige Situation. Deshalb bitten wir heute den Stadtrat sehr herzlich darum, endlich Farbe zu bekennen, einen entsprechenden Beschluss in Sachen DJK-Halle zu fassen und auch die Öffentlichkeit zu informieren . . . "

Während die Mitgliederzahl im Jahr 1992 auf 1873 anstieg, musste nach dem Tod von Max Sandner ein Mitglied beerdigt werden, das für uns alle unvergessen bleiben wird. Da aber auch durch solche Ereignisse das Vereinsleben nur kurz unterbrochen wird, konnte aufgrund der Zusage der Stadt Eichstätt, ca. 2,2 Millionen für den Neubau der Halle zur Verfügung zu stellen, endlich mit weiteren Detailplanungen für dieses Großprojekt begonnen werden- Für seine Verdienste um die Deutsche Jugendkraft erhielt Horst Frankenberger die Ehrennadel in Gold des DJK-Bundesverbandes.

Hebfeier war am Neubau der DJK-Halle am 22 Juli 1993 und beim Bundessportfest der DJK in Bamberg konnten sieben Sportlerinnen und Sportler der DJK Eichstätt Goldmedaillen erringen. Neuer Geistlicher Beirat wurde Pater Blasius Mayer von den Herz-Jesu-Missionaren in Rebdorf, der schon lange in der Tennisabteilung aktiv war. Die Judoabteilung konnte das zwanzigjährige Bestehen feiern und in diesem Zusammenhang wurde Horst Randelzhofer für seine Verdienste um diese Abteilung der dritte Dan-Grad durch den Bay. Judoverband verliehen. Bereits zum vierten Mal trafen sich die Vorstandschaften von VfB und DJK, um gemeinsame Probleme und Anliegen zu erörten. Leider verliefen die Bemühungen um ein besseres kooperatives "Nebeneinander" im Sand.

Die neue Halle wird noch als "DJK-Halle" eingeweiht

Dass das Jahr 1994 sich zum schwärzesten in der langen Vereinsgeschichte entwickeln würde, hatten sich weder Mitglieder noch Vorstand träumen lassen. Denn mit der Einweihung der neuen DJK-Halle am 17. April 1994 konnte endlich die hallenlose Zeit beendet werden und alle gingen davon aus, dass sich das langjährige Engagement von vielen Mitgliedern, aber insbesondere der Vorstandschaft sowie des Bauausschusses gelohnt haben würde. Doch bereits am 07. Juni - der Öffentlichkeit durch den Eichstätter Kurier am 09 Juni - wurde der DJK von seiten des Bauaufsichtsbüros bzw. dem Architekten mitgeteilt, dass sich die Baukosten eben nicht nur geringfügig - wie bei der Einweihungsfeier noch verkündet - sondern um mehr als eine Million überschritten wurde- In langen und schwierigen Verhandlungen zwischen der Stadt Eichstätt, der Diözese und dem Bayerischen Landessportverband wurde dann folgende Lösung gefunden: Die Stadt Eichstätt übernimmt sämtliche im Eigentum der DJK befindlichen Sportstätten und Gebäude, während die DJK als Pächter des "Städtischen Sportzentrum/DJK" für die Verwaltung der gesamten Anlage zuständig ist. Daneben ist von der DJK sicherzustellen, dass sowohl der VfB als auch der SV Marienstein die Halle je an einem Tag nützen können- Trotz dieser gewaltigen Probleme ruhte jedoch der Sportbetrieb nicht. Die Kegler Herren 1 mit Heinrich Böhm, Herbert Eichner, Walter Bauer, Johann Hoh, Hans-Peter Hoh, Wolfgang Wollny und Rainer Bamberger wurden Bayerischer Meister im Kreispokal, Katharina Jarmola wurde BaVerische Meisterin im Judo bis 36 kg und auch das Gauturnfest wurde mit mehr als 800 Teilnehmern ausgerichtet. Die Judoabteilung zeichnete für die Ausrichtung der FICEP-Meisterschaft verantwortlich und sowohl Teilnehmer als auch Offizielle waren von dem einmaligen Flair und dem Engagement unserer Judoabteilung mehr als begeistert.

Tiefgreifende Ereignisse, weitreichende Entscheidungen und herausragende sportliche Erfolge kennzeichneten das Jubiläumsjahr zum 75jährigen Bestehen der DJK Eichstätt. Wegen der turbulenten Zeit - Übergang des DJK-Sportzentrums in das Eigentum der Stadt Eichstätt und Ende der "Ära Lutz" - fanden es die Verantwortlichen nicht angebracht, dieses Jubiläum angemessen zu feiern. Die fast dreißigjährige "Ära Lutz" ging am 05. Mai 1995 zu Ende. Wie sehr die DJK Helmut Lutz zu Dank verpflichtet war und ist, zeigt sich in der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden und der Verleihung des Ludwig-Wolker-Reliefs durch den DJK-Bundesverband. Mit einem in Bayern fast einmaligen Modell - drei gleichberechtigte Vorsitzende (Günter Harrer, Peter Hölzlwimmer und Wolfgang Wollny) - statt bisher einem, gelang es auch zum gleichen Zeitpunkt die Nachfolge von Helmut Lutz zu regeln.

Nach vielen vergeblichen Anläufen schafften es die Fußballer endlich nach 28 Jahren unter Trainer Walter Janczik den heißersehnten und vielumjubelten Aufstieg in die B-Klasse zu erreichen. Als Einzelleistung noch höher einzuschätzen ist der Titel eines Deutschen Vizemeisters durch den Judoka Thomas Frey in der B-Jugend unter 60 kg. Die erste Herrenmannschaft der Kegler schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga A und auch die Badmintonmannschaft sowie die erste Tennisherrenmannschaft schafften den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Daneben wurde eine neue Kraftsportabteilung ins Leben gerufen un
auch der Handballabteilung, welche mittlerweile aus Spielermangel de
Betrieb einstellen musste, konnte wieder Leben eingehaucht werden.
Die Jugend der Judoabteilung setzte ihre großartigen Erfolge auch 1996 fort. Tobias Meier wurde Dritter bei den Deutschen Judomeisterschaften in der B-Jugend unter 65 kg. und Andreas Müller-Ampach wurde Bayerischer Meister in der gleichen Klasse unter 60 kg. Mit dem Titel eines Bayerischen Meisters konnte sich auch Johannes Bittl in der C-Jugend über 50 kg schmücken. Die Judo-Mädchen der B-Jugend wurden Bayerischer Vizemeister. Mit Ju-Jutsu wurde erneut eine neue Abteilung gegründet, deren Abteilungsleiter Kaspar Taugenbeck ist, und mit "Bene" Bauer musste im Lauf des Jahres 1996 der Platzwart der Fußballer, der dieses Amt 39 Jahre ausgeübt hatte, in den wohlverdienten Ruhestand entlassen werden. Zu Gast bei der DJK war auch die BR-Radltour, wobei für eine Nacht die ganze Anlage in ein Schlafzentrum umgewandelt wurde. Der Damentennismannschaft gelang der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse und Josef Schuster, ehemaliger langjähriger Abteilungsleiter Judo und Motor vieler Altpapiersammlungen schaffte zum 11. Mal das Sportabzeichen. 1997 wurde Andreas Stadtmüller 3. Deutscher Meister im Judo und Rainer Bamberger wurde DJK-Bundesmeister im Sportkegeln.

Nur der Beharrlichkeit von Abteilungsleiter Wolfgang Bamberger und der Vorstandschaft ist es zu verdanken, dass nach zähen Verhandlungen der Stadtrat Eichstätt am 20. März 1997 den Startschuss zum Bau einer Vierbahnen-Kegelanlage gab. Dabei wurde erstmals das Modell angewandt: "Die Stadt bezahlt das Material, die DJK leistet die Arbeit." Nach 3621 Arbeitsstunden konnte am 29. November 1997 die neue Kegelbahn feierlich eingeweiht werden. Karl Kluge, Horst Randelzhofer und Josef Schuster erhielten die Ehrenplakette der Stadt Eichstätt.

Den großartigen Erfolg von Ingrid Schmid im Jahr 1979 wiederholte Johannes Bittl knapp 20 Jahre später, als er in der B-Jugend 1998 Deutscher Meister wurde. Für diesen Erfolg wurde er auch Sportler des Jahres der Stadt Eichstätt und des DJK-Bundesverbandes. Bereits im Januar kam der Student Holger Simonszent auf die DJK zu wegen Gründung einer Baseball-Abteilung, die dann ab März unter dem Namen "Tomcats" den Sportbetrieb auf dem Unisportplatz aufnahm. In diesem Jahr feierte die Abteilung Judo recht eindrucksvoll ihr 25-jähriges Jubiläum. Jubiläum hatte auch die "Alte Liga", unsere altgedienten Fußballer und deren Sympathisanten, die am 18. Juli 1998 ihr 20jähriges Bestehen feiern konnten.

Mit unserem Judoka Jörg Dümmler kam 1999 erstmals ein Faschingsprinz aus den Reihen der DJK. Maria Pfahler und Caroline Schneider wurden Bayerische Meisterinnen im Judo und Andreas Müller-Ampach FICEP-Europameister. Die Tennisjuniorinnen mit Sonja Trost, Sylvia Burkhard, Martina Krause, Marion Pötzl, Angelika Trost, Franziska Rudingsdorfer und Marianne Kirschner schafften ohne Satzverlust den Aufstieg in die 1. Kreisliga. Unser langjähriges Vorstandsmitglied und Hallenbeauftragter Georg Müller erhielt die Ehrenplakette der Stadt Eichstätt. Auch in diesem Jahr wurde mit Aikido eine weitere Abteilung gegründet, deren Abteilungsleiter Martin Lacker ist. Somit hat die DJK derzeit 14 Abteilungen mit 1596 Mitgliedern.

Ein herber Verlust traf unsere DJK-Gemeinschaft im November 1999 mit dem Tod von Siegfried Neumeyer. Er hat vierzig Jahre DJK-Geschichte mitgeprägt. Ebenfalls Akzente gesetzt haben zwei Männer der DJK: Wilhelm Laumeyer und Anton Pfaller. Sie wurden am 14. April 2000 von der Delegiertenversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Höhepunkt des Jahres 2000 war natürlich das 80jährige Gründungsfest der DJK Eichstätt am 8./9.Juli mit einer großen Sportgala in der DJK-Halle, hervorragend organisiert von Gerd Kohlhofer und moderiert von Jörg Dümmler, beide aus der Judoabteilung. Gleichzeitig feierte die Kegelabteilung ihr 40jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Festes fand auch ein Benefiz-Fußballspiel statt im Rahmen der "Aktion Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks. Dabei traten Eichstätter Promis gegen die Prominentenelf des Bayerischen Rundfunks an und erspielten einen Erlös von 8800,- DM.

Unser Judoka Johannes Bittl wurde dritter bei der Deutschen Meisterschaft und Bayerischer Meister und bei der Sportgala der Stadt Eichstätt erneut zum Sportler des Jahres gewählt. Ebenfalls einen Bayerischen Meistertitel erkämpften sich Peter Wittmann und Caroline Schneider, Bayerischer Vizemeister wurde Philipp Drieger. Die "Erste Herren" der Kegler schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga Schwaben, die Jugend stellte fünf Diözesanmeister. Die Fußballer engagierten mit Werner Schaller einen neuen Trainer für die "Erste". Peter Hölzlwimmer und Herbert Pfuhler erhielten die Ehrenamtsplakette der Stadt Eichstätt.

Das Jahr 2001 begann mit der Austragung des Landesfinales der bayerischen Schulen im Judo. Hohes Lob erhielt die Judoabteilung für die reibungslose Durchführung. Der Tischtennis-Sport hat wieder einen festen Platz in der DJK, wo besonders die 1. Jungenmannschaft für Aufmerksamkeit sorgte. Die Tennisherren schafften den Aufstieg in die 1. Kreisklasse und auch die F-Jugend-Fußballer machten auf sich aufmerksam, wofür sie von der Stadt Eichstätt ausgezeichnet wurde, ebenso die junge Tischtennismannschaft und die B-Jugendkegler. Caroline Schneider wurde auch im Jahr 2001 Bayerische Meisterin, Maria Pfahler Vizemeisterin. Nach zweijähriger Pause durch den Tod von Sigi Neumeyer initiierte Wolfgang Wollny wieder einen Vereinsausflug. Mit Peter Hölzlwimmer fand er einen versierten Reiseleiter und der erste Ausflug unter seiner Leitung führte nach Dresden.

Im Jahr 2002 fand der DJK-Ball erstmals in der Krone statt und war gut besucht. Die Judoabteilung führte eine Benefizveranstaltung für ihre Judofreundin Ingrid Schiebel durch, die bei einem Motorradunfall schwer verletzt wurde. Dabei konnte der Ehemann der Verunglückten einen Scheck über 6550,- Euro entgegennehmen. Für Furore sorgte Maria Pfahler mit dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft im Judo. Sensationell auch der Erfolg von Judo-Senior Fritz Grabisch, der in Irland die Bronzemedaille bei der Judo-Senioren-WM gewann. Die Judo-Damen Caroline Schneider und Maria Pfahler wurden Sportlerinnen des Jahres 2002 der Stadt Eichstätt. Caroline wurde außerdem in den U-20-Nationalkader berufen. Auf ein völlig neues Terrain begab sich die Vereinsführung mit dem gemeinsamen Projekt mit dem "Blauen Kreuz" Eichstätt durch die Unterstützung suchtgefährdeter russischsprechender jugendlicher Aussiedler. Dabei stellt der Verein die Sportanlagen unentgeltlich zur Verfügung. Anerkennung fand das Projekt mit dem Gewinn eines Förderbeitrages von 1000,- Euro im Rahmen der Breitensportinitiative "Champions 4me by MasterCard", wodurch die Gruppe auch finanziell unterstützt werden konnte. Der DJK-Vereinsausflug führte in die Bundeshauptstadt Berlin. Der Orthopäde Dr. Manfred Liepold wurde unser neuer Vereinsarzt. Pater Blasius Mayer segnete den neuen Vereinsbus, den die Vorstandschaft, vornehmlich Günter Harrer in Eigenregie anschaffen konnte. Rosemarie Ablaßmeier, Günter Harrer und Wolfgang Wollny wurden mit der Ehrenamtsmedaille der Stadt Eichstätt ausgezeichnet. Bei der Vorweihnachtlichen Feierstunde wurde unser Bischof Dr. Walter Mixa zum Ehrenmitglied der DJK Eichstätt ernannt.

"Alte" Mannschaft zum fünften Mal wiedergewählt

Auch das Vereinsjahr 2003 eröffnete der sehr gut besuchte DJK-Ball im "Kronesaal". Bereits zum vierten Mal ließ "Spaziergänger" Wolfgang Wollny mit seinem Vortrag "Vom neia Wech aus g'seng" das Jahresgeschehen in Eichstätt humoristisch Revue passieren. Bei der Delegiertenversammlung wurde die Vereinsführung nun bereits zum fünften Mal wiedergewählt: Gleichberechtigte Vorsitzende Günter Harrer, Peter Hölzlwimmer und Wolfgang Wollny; Geistlicher Beirat Pater Blasius Mayer; Geschäftsführer Karl Kluge; Schatzmeisterin Käthe Wilke; Beisitzer Ursula Niefnecker, Stefan Goblirsch und Josef Schuster; Kassenprüfer Heinz Behringer und Gerhard Ochsenkühn. Von den Delegierten bestätigt wurden Vereinsjugendleiter Herbert Pfuhler, Vereinsarzt Dr. Manfred Liepold und alle Abteilungsleiter, wobei mit Christiane Pfister endlich eine Spartenleiterin Turnen gefunden wurde. Auf Betreiben von Wolfgang Wollny sen. (er hatte mit NW-Trainer Krupp aus Kehlheim einen ersten Schnupperkurs organisiert) wurde die Nordic-Walking-Sparte gegründet, wobei er Uschi Niefnecker als Abteilungs- und Übungsleiterin gewinnen konnte. Helmut Lutz jun. wurde Spartenleiter der wiedergegründeten Volleyball-Abteilung. Somit umfasst der Verein momentan 16 Abteilungen. Am Vatertag erreichte uns die erschütternde Nachricht vom Tod Adam Wahlers auf dem Tennisplatz in Wettelsheim. Auch heuer war der Vereinsausflug ins Elsass ein voller Erfolg, bestens vorbereitet von Peter Hölzlwimmer. Unser Abteilungsleiter Ju-Jutsu "Kappa" Kaspar Taugenbeck begab sich acht Wochen in die Obhut der Shaolin-Mönche in China und lernte dort das überaus harte Training kennen. Die erste Kegelherren schaffte den Aufstieg in die Regionalliga Schwaben/Oberbayern.

Gleich zu Anfang des Sportjahres 2004 sorgten wieder die Kegler für Schlagzeilen mit dem Aufstieg der Herren I in die Landesliga Süd, die A-Jugend schaffte den Sprung in die Bayernliga, der höchsten Jugendliga. Die Judo-Jugendlichen Nikolaus Milaev und Felix Matzke wurden souverän Oberbayerische Meister. Die Tennis-Juniorinnen wurden Meister in Ihrer Klasse. Die Judo-Herrenmannschaft musste sich leider wieder aus der Bayernliga verabschieden wogegen Fritz Grabisch bei der U-50-Judo-Weltmeisterschaft in Wien wieder einen ausgezeichneten 3. Platz erreichte. 2005 erweiterte Fritz Grabisch sein Erfolgskonto mit der Deutschen Meisterschaft in seiner Altersklasse. Erfreulich ist, dank einer guten Spartenarbeit, auch das steigende Interesse an unseren Abteilungen Basketball, Handball und Tischtennis. Gut besucht war wieder der DJK-Ball in der "Krone" und der Vereinsausflug nach Slowenien, für den wieder Peter Hölzlwimmer verantwortlich zeichnete, begeisterte wieder einmal die Teilnehmer. Auf 15 Abteilungen ist die DJK geschrumpft, da die Baseball-Abteilung ihre Aktivitäten leider einstellte. Für unser Engagement bei der Aktion "Integration durch Sport" mit russischsprechenden suchtgefährdeten jugendlichen Aussiedlern, in Zusammenarbeit mit dem "Blauen Kreuz", konnten wir schon einige Auszeichnungen entgegennehmen. Unser Geistlicher Beirat Pater Blasius Mayer feierte sein 40jähriges Priesterjubiläum und Vorstand Günter Harrer vollendete das 65. Lebensjahr. Ehrenmitglied Wilhelm Laumeyer beging mit Gattin Walburga das Fest der Goldenen Hochzeit. Zum Jahresende wechselte auch die Leitung unserer Vereinsgaststätte. Wirtin Monika Lacker übergab das "DJK-Heim" nach fast sechsjähriger Tätigkeit an Uwe Holzschuh, seines Zeichens 17 Jahre Wirt des VfB-Heims.
Bei der Delegiertenversammlung im Jahr 2005 schied Peter Hölzlwimmer aus dem Amt als einer der drei Vorstände. Er wurde verabschiedet und mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Für ihn wurde Ursula Niefnecker als drittes Vorstandsmitglied gewählt. Geistlicher Beirat Pater Blasius Mayer vollendete sein 70. Lebensjahr. Leider mussten die Judo-Herren die Bayernliga wieder verlassen und zurück in die Landesliga. Judoka Marcel Müller wurde Bayerischer Meister und Fritz Grabisch erreichte Bronze bei der Judo-Senioren-Weltmeisterschaft in Toronto und holte sich auch den Titel des Deutschen Senioren-Meisters.

Die Ehrenamtsmedaille der Stadt Eichstätt erhielten 2006 Käthe Wilke und Gerhard Ochsenkühn. Karl Kluge feierte sein 30jähriges "Dienstjubiläum" als Geschäftsführer der DJK Eichstätt und erhielt dafür neben einer Ehrung durch den Verein auch die Verdienstmedaille in Gold mit Kranz und Urkunde des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV). Unser Ehrenvorsitzender Helmut Lutz vollendete das 70. Lebensjahr.

Ergänzung in Arbeit