Ju-Jutsu

Das Ju-Jutsu beinhaltet mehr, als der Name allein zu erkennen gibt. "Ju" bedeutet nachgeben oder ausweichen, "Jutsu" Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jutsu ist also die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Falls erforderlich, kann ein Angriff jedoch auch in direkter Form mit Atemi-Techniken abgewehrt werden. Dieses "ökonomische Prinzip", nämlich "mit geringstem Aufwand eine größtmöglichen Nutzen zu erzielen", gilt als der übergeordnete Begriff, unter den sich die Bewegungsprinzipien der Budo-Disziplinen subsumieren. Die Techniken wurden aus den bekannten Budo-Disziplinen Judo, Karate und Aikido ausgewählt. Alle können in harter oder weicher Form nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit angewendet werden. Sollen die Techniken nach ihrer Herkunft auch in der Selbstverteidigung voll wirksam werden, müssen ihre Prinzipien beachtet werden. "Wirksamkeit" heißt nicht Kraft oder Gewalt, sondern gute Technik nach dem Budo-Prinzipien, die es auch dem Schwachen möglich macht, sich erfolgreich gegen einen oder mehrere stärkere Angreifer verteidigen zu können.

Spartenleiter
Heribert Sandner, Schumannstraße 30, 85080 Gaimersheim
Telefon: priv. 08458/1360 mailto: elektro.sandner@t-online.de

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C H R O N I K


Ju-Jutsu bei der DJK Eichstätt

Im Dezember 1989 kamen die Teilnehmer des jährlichen VHS-Kurses in Selbstverteidigung zu dem Beschluss, eine eigene Gruppe zu gründen, um regelmäßig trainieren zu können. Am 1. Januar.1990 gründeten 15 Mitglieder die Ju-Jutsu-Abteilung als Untergruppe der Sparte Judo in der DJK Eichstätt. Bis zum Dezember 1995 ist die Mitgliederzahl auf über 40 angestiegen und man kam zu dem Schluss, eine eigene Sparte zu gründen. Seit dem 1 Januar 1997 ist Ju-Jutsu als eigenständige Sparte vertreten und hat derzeit 27 Mitglieder. In Zusammenarbeit mit der VHS wird jedes Jahr Anfang Oktober ein Einführungskurs für Frauen angeboten. Neben dem wöchentlichen Training und gemütlichen Feiern finden zweimal im Jahr Vereinslehrgänge und Gürtelprüfungen statt. Das Training wird von Harry Sandner (3. Dan), Kaspar Taugenbeck (2. Dan Judo, 1. Kyu Ju-Jutsu) und Silvia Bentschitsch (1. Dan) geleitet.

Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung für die Praxis des täglichen Lebens, optimal leicht erlernbar und vielseitig anwendbar.

Seit dem Jahr 2000 ist ein neues Prüfungsprogramm in Kraft getreten, um den Begriff "moderne" Selbstverteidigung rechtfertigen zu können. Weil Ju-Jutsu so effektiv ist, wurde es bei den Polizeien der Länder und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt.



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