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Die ersten Grabungen im Kastell, dessen Umwehrung
heute noch als deutlicher Wall im Gelände zu erkennen ist, fanden 1898
und 1905 statt.
Von der Befestigung konnte Winkelmann einen spitzen Graben
und eine Mauer mit Tor- und Ecktürmen nachweisen, darunter zeigten sich
Spuren eines Vorgängerkastells in Holzbauweise. Im Zentrum legte er Teile
des Stabsgebäudes frei, das von der heutigen Dorfkirche überbaut ist.
Außerhalb des Kastells deckte Winkelmann ein Badegebäude und einen
kleinen Tempel auf.
Südlich des Kastells schließen sich ein relativ
großes Lagerdorf (vicus) und das zugehörige Gräberfeld an.

Modell des Kastells Böhming im Römer und Bajuwaren Museum
Das Kastell wurde vermutlich unter Kaiser Hadrian in
der 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. als Holzkastell errichtet.
Es
brannte wohl während der Markomannenkriege (165-180 n. Chr.) ab. Der
Wiederaufbau als Steinkastell erfolgte laut einer Bauinschrift unter
Kaiser Commodus im Jahr 181 n. Chr.
Mit einer Größe von 0,7 ha beherbergte es eine
Numeruseinheit (ca. 150-200 Mann). Aufgabe der Besatzung war der
Grenzschutz am nahe gelegenen Limes und die Sicherung des
Altmühlübergangs bei Kipfenberg.
Im 3. Jahrhundert zerstörten Alamannen die Anlage
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