Irland August 1996

Hier jetzt ein paar Stories von meiner ersten großen Radtour...
Ein paar Daten zur Tour gibt es hier.
August 1996 - nach dem Abi und einem Monat Arbeit bei einer großen metallverarbeitenden Firma aus Ingolstadt
ging es am 4. mit dem Flugzeug und meinem guten Freund Roman los.
Nach dem Flug haben wir unsere Räder in Dublin ausgepackt und sind gleich losgestartet zu einer tollen Reise
auf einer Insel, die, wie wir festgestellt haben, von lauter
liebenswerten Irren bewohnt wird. Es waren interessante Begegnungen mit den Iren, und deren Reaktionen auf unsere Fahrt
waren nicht minder interessant: "That's not holiday, that's punishment!", oder "That's not holiday, that's murder!" Ich kann
da nur mit Jens Voigt antworten: "Ey, wir sind doch nur Radfahrer!"
Viel Spass beim Lesen und anschauen! Ich bringe hier mit Absicht keinen chronologischen Bericht, sondern einfach ein paar Bilder mit Geschichten dazu.
Kurze Regenpause am dritten Tag. Nach zwei Tagen
Dauerregen war so ziemlich alles nass. Am nächsten Tag
sind wir dann in Sligo in ein Bed&Breakfast gegangen.
Die Sachen haben wir erstmal gewaschen und dann zum
Trocknen aufgehängt. Am nächsten Morgen dann die
meteorologische Sensation - Nebel im Zimmer! Die Sachen
sind dann in den nächsten Tagen aussen auf den
Packtaschen getrocknet. Das hat sich als recht
praktisch erwiesen, wenn die Sonne scheint, wird
der Krempel trocken, wenn es regnet, schimmelt
wenigstens nichts.

Ein typisches Bild - hohe Luftfeuchtigkeit und Gegenwind. Manchmal wurden wir
bei Abfahrten fast Rückwärts den Berg raufgeblasen.

Westport, ein netter kleiner Ort auf dem Weg zum Croagh Patrick,
den wir am Nachmittag dann auch bestiegen haben.

Ganz im Westen. Zwei Tage haben wir fast nur Schafe
und Midges gesehen - und gespürt!

Neugotische Kirche bei Kylemore Abbey. Dieses Mädchenpensionat,
daß auch noch von Nonnen gemanagt wird, war schon ein herber
Brocken für zölibatär lebende Radwanderer.

Kurz nach Galway sind wir dann auf die Autobahn. Eine erlaubte Straße
hätte einige Kilometer Umweg bedeutet.

Kulturschock an den Klippen. Pseudo-Irisches Brauchtum und Kitsch im
Laden. Aber trotzdem sehenswert. Am Abend dann haben wir in Spanish Point
übernachtet und dann auch noch irische volkstümliche Musik mit Keyboard und E-Bass
über uns ergehen lassen müssen. Angestarrt von neugierigen Rentner-Campern und ihren
genervten Kindern. Das Guinness hat trotzdem geschmeckt.

Landschaft am Ring of Kerry, den wir uns natürlich nicht haben
entgehen lassen...

Hier sieht man mich beim Versuch, mal was anderes als Tütensuppe
oder Nudeln zu kochen. Dummerweise ist dann der Kocher kaputtgegangen.

Wie haben versucht, ihn zu richten, aber erfolglos. Die nächsten
zwei Wochen gab es dann kaltes Essen, ausser gelegentlichen Fish&Chips-Stops.


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