Australien live im  Altmuehlnet
17.10.2002

Chinatown

Monorail Bahn nach Harbourside

man hat es nicht vergessen

der Tänzer

Harbourside

City

das Rugby Spiel im Hyde Park

AMP Tower Centrepoint

Souveniershop für Touristen

    Sydney - der zweite Teil:

Heute am Mittwoch war es brutal warm. 35 Grad und keine einzige Wolke am Himmel. Dabei ist hier erst Frühling. Also, der Sommer kommt noch. Da bin ich mir sicher.

Aber jetzt erzähle ich Euch ein wenig über das bunte Treiben in der Stadt Sydney:

Ich hätte ja an der Central Station aussteigen können. Der direkte Weg in die Stadtmitte wäre etwas schneller und angenehmer verlaufen. Aber nein, ich wollte wieder am Circular Quay aussteigen. Den Blick auf die Harbour Bridge und die Oper noch einmal genießen. Dort angekommen spazierte ich erst einmal die längste Straße in Sydney entlang. Nämlich die George Street. Links und Rechts ragten die Hochhäuser und Bürogebäude in die Höhe und an diesem Tag konnte man erkennen, daß auch Sydney unter einem starken Verkehrsaufkommen leidet. Smog legte sich um die Stadt. So ist das nun einmal in Großstädten.

Jetzt war es ungefähr 11 Uhr morgens. Aber das hektische Treiben war noch nicht so im Gange. Einfach sehr angenehm. Allmählich jedoch erwachte die Stadt. Gegen 12 Uhr stand man nicht mehr alleine an einer Ampel. Das lustige an solchen Ampeln ist ja, daß bei einem "grün" für Fußgänger einige Autos nicht wie vorgeschrieben stehen bleiben, sondern schon einmal quer in der Straße stehen bleiben, und daß sich alle Fußgänger (auch die, die "rot" hatten) über die Straße bewegten. Nein, nicht wie es sich gehört über den Zebrastreifen, sondern "kreuz und quer"... Ein wenig verwirrend.

Auch ist mir aufgefallen, daß sich hier so ziemlich alles getroffen hat. An einer Ecke sitzt ein Landsmann aus der Türkei und verkauft einem " the fastest Sydney Kebab" und in der anderen Ecke eröffnet der Mann aus dem fernen Asien seinen Handyladen, der gerade mal einen Meter breit und einen Meter hoch ist. Der nächste eröffnete nahe der Brücke ein "Hofbräuhaus" mit Weißbier und Schweinebraten im Angebot. Also, Sydney ist einfach was besonderes. Multikulturell und sehr amüsant.

An einer solchen Ampel wartete ich nun auch bis sie auf "grün" schaltete. Ich drehte mich aus irgend einem Grund nach hinten um und entdeckte etwas sehr lustiges. Ein ungefähr 2 Meter hoher junger Mann machte es sich auf dem Boden bequem. Neben ihm ein großer Radiorecorder und einige CDs. Es dauerte nicht lange und er drehte das Ding mitten in der Stadt auf volle Lautstärke. Ein Tänzer oder wie auch immer man das bezeichnen soll! Mitten in der Stadt. Schnell bildete sich eine Gruppe neugieriger Leute, die dieses Spektakel miterleben wollten. Touristen, Kaufleute, Kinder, ältere Leute. Jeder wollte sehen, was hier geboten wird. Aber nun kam ja der Höhepunkt. Als er mich mit meiner Kamera sah hörte er sofort auf zu tanzen. Er schaute mich an und fragte mich, was ich den mit der Kamera machen wollte. Ein Foto, antwortete ich. Ja dann mach doch mal endlich eines von mir. Einen Handstand oder ganz normal tanzen, fragte er. Handstand, sagte ich. Und er tanzte weiter. Mit Handstand und einem freundlichen: "danke, daß du mich fotografierst hast" verabschiedete er mich.

Am Nachmittag machte ich es mir im Hyde Park gemütlich. In diesem Park trifft sich zur Mittags- und Nachmittagszeit jeder, der gerade in der Stadt ist. Studenten, Angestellte, Bauarbeiter, Urlauber, Sportler... usw.

Jeder hat seine "Lunch- Box" dabei und genießt die Ruhe in diesem Park. Einige jedoch nutzen ihre Mittagspause auch, um sich bei einem Rugbyspiel die verspannten Muskeln zu lockern. Tja, so ist eben Australien. Rugby am Mittag und alles ist wieder bestens.

Mein Nachmittag war nun auch gleich wieder vorbei. Aber vorher ging es zum Ende der George Street. Nähe der Central Station befand sich der Eingang zu "Chinatown". Ein wenig komisch ist es ja schon, einen Blick in diese "Stadt" zu werfen. Nun, es war ein kurzer Blick. Aber hier, nur zur Information, spricht man nicht Englisch. Sondern eine für mich total verwirrende Sprache. Asien eben. Alles sehr verdreht. Von der Sprache bis zum Essen...

Ich fuhr wieder nach "Hause". Vorbei an der Harbour Bridge und an der Oper. An der Station angekommen stieg ich in den Bus und dachte, daß dieser aufregende Tag nun endlich vorbei sei. Falsch gedacht. Wie gesagt – ich saß im Bus, hinter und vor uns reger Verkehr, und noch jemand links der Straßenseite. Eine Entenfamilie! Die sich jedoch ohne einmal links oder rechts zu schauen über die Straße bewegte! Das Ergebnis waren jedoch zwei Auffahrunfälle. Ja, gebremst haben sie die Autos. Und wie...

Jedoch beschuldigte keiner den anderen. Die Entenfamilie hat überlebt und das war das wichtigste!

Mein Tag war nun auch vorbei. Aufregend und spannend! Einen kleinen Höhepunkt habe ich jedoch noch für Euch. Jedoch erst beim nächsten Mal.

Take it easy!

Euer Stefan


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