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Unterrichtsgang der 6. Klassen auf die Burg
Jedes Jahr im Dezember steht der außerschulische Lernort Juramuseum auf der Willibaldsburg auf dem Programm. Im Biologieunterricht beschäftigen sich die 6. Klassen mit dem Thema Evolution, der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Lebewesen.
Zur Vertiefung des Gelernten eignen sich die herausragenden Exponate dieses Museum wie nirgendwo sonst auf der Welt. Einzigartige Verhältnisse in der Jurazeit vor ca. 150 Millionen Jahren - hier befand sich ein tropisches Meer - und die heute zum Vorschein gekommenen und meisterlich präparierten und präsentierten Exponate ergeben einzigartige Möglichkeiten für unseren Unterricht.
Wir marschierten vom Schulhaus weg in 30 Minuten zur Willibaldsburg hoch, um uns hineinzuversetzen in eine längst vergangene Zeit. Frau Gränz und Frau Hornung, zwei versierte Museumspädagoginnen, hatten wieder tolle Ideen, unseren Mädchen die Zusammenhänge und Veränderungen der letzten Millionen von Jahren anschaulich zu machen. Die Platten des Jurakalkes sind wie steinerne Seiten eines Buches, in dem man lesen kann. So wurden Fische ohne Köpfe von Schildkröten angefressen. Libellen, die ja in der Luft leben, von Stürmen unter Wasser gedrückt und von Schlamm überdeckt. Zu Stein gewordene Dramen der Vorzeit. Natürlich durfte der Archaeopteryx und die Flugsaurier nicht fehlen. Beim nächsten Gockerl- Enten- oder Gänsebratenessen wird uns bestimmt das Gabelbein auffallen - das Erkennungszeichen für ein Vogelskelett.
Als lebende Fossilien konnten wir dann noch die Knochenhechte und Nautili bewundern. Eine einzigartige Sammlung von Beweisstücken für die Evolution. Jedes neue Fundstück wie z. B. der Juravenator - ein kleiner Raubsaurier - bringen wieder neue Erkenntnisse für die Forschung.
Im Nu war die Zeit um, gerne hätten wir noch ein wenig länger den Tropenfischen und Seeigeln zugeschaut.
Angelika Lenhardt


