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Natural
History & Environmental Cultural Heritage
in European Digital Libraries for Education
Die museumspädagogische
Abteilung des Jura-Museums arbeitet mit an einem internationalen
Projekt, das vor allem dazu dient, bedeutende europäische
Naturkunde-Museen zu vernetzen. Hierbei werden museumspädagogische
Angebote der Museen speziell für Schulen und auch für
Familien aufbereitet, teilweise werden auch gemeinsame
"educational pathways" erstellt. Außerdem werden die Exponate der
Ausstellungen in einer Datenbank der "Europeana" integriert. Die
"educational pathways" und die Datenbank werden im Laufe der
Projektzeit (Oktober 2010 bis Oktober 2013) in den jeweiligen
Landessprachen und in englisch geschrieben und können dann auf der
Projekt-Seite
abgerufen werden.
Projektbeschreibung:
Das Projekt „Natural Europe“ wird im Rahmen
des „Information and Communication Technologies Programmes“ der
Europäischen Kommission finanziert..
Wer ist dabei:
Das „Natural
Europe“-Konsortium besteht aus einer ausgewogenen Mischung
hochkarätiger Naturkundemuseen (NHMs), Didaktikern,
Bildungstechnologen, Experten im Metadatenbereich und
Standardisierungsverfahren und potentieller Nutzer wie u. a. Lehrern
und Museumsbesuchern.
Folgende EU-Länder sind vertreten:
Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Griechenland, Portugal und
Ungarn. Die Koordination des Projektes wird von Griechenland (GRTN:
Greek Research and Technology Network) übernommen. Die einzelnen Institutionen sind
hier zu finden.
Hintergrund:
Umweltbelange spielen eine
zunehmend fundamentale Rolle sowohl im alltäglichen Leben als auch
in der Bildung, Natur- und Umweltbildung bekommt daher zunehmend einen
wichtigeren Platz in der schulischen und außerschulischen
Bildungsarbeit. Naturkunde-Museen (sie heißen im Englischen
Natural History Museen, daher die Abkürzung NHM) können einen
wichtigen Betrag dazu leisten. Sie haben eine definierte Beziehung zur
Öffentlichkeit und zunehmend in ausgewählte Bildungsprogramme
investiert. Dabei entwickelten sie neue Lernmethoden, die die Bereiche Wissenschaft auch mit Kunst, Theater, Musik, und Literatur
verbinden. Neben Lernmaterialen wurden auch Webseiten erstellt, um
dadurch Millionen von Menschen einen leichteren und effizienteren
Zugriff auf Informationen zu ermöglichen.
Europaweit bergen diese digitalen
Bibliotheken der NHMs eine eindrucksvolle Fülle an hoch
qualitativen digitalen Inhalten wie z.B. Ausstellungsexemplare
(Fossilien u.a.m.), Texte, Bücher und Filme. Allerdings bleiben
diese größtenteils ungenutzt. Die Gründe dafür
sind eine Reihe von Hindernissen, so zum Beispiel mangelnde
Verbindungen und Kompatibilitäten zwischen den Managementsystemen
der NHMs, das Fehlen eines zentralisierten Zugriffs analog dem des
Internetportals Europeana (www.europeana.eu), auf dem bereits ein Zugang zu digitalen
Inhalten von verschiedenen Museen, Archiven und Galerien möglich
ist, sowie die Ineffizienz der gegenwärtigen Gestaltung der
digitalen Inhalte und der beschreibenden Metadaten.
Ein Hauptproblem ist aber eine fehlende
effektive Pflege der digitalen Bibliotheken im Bereich der Anwendungen
wie beispielsweise im Bildungsbereich.
Das „Natural Europe“-Projekt soll
eine koordinierte Lösung auf europaweiter Ebene vorschlagen und
die genannten Begrenzungen überwinden.
Ziele:
Das Gesamtziel des „Natural
Europe“-Projekts ist es, Inhalte des Kulturerbes, unter Einbindung der
Naturgeschichte, der Naturwissenschaften und des Umwelt- und
Naturschutzes, in einem europäischen
naturhistorischen digitalen Bibliotheksverbund zu sammeln, der
anschließend mit dem Portal Europeana verbunden wird.
Dadurch sollen die Verfügbarkeit und die Relevanz dieser Inhalte
in einem multilingualen und multikulturellen Bildungskontextes für
ein lebenslanges Lernen verbessert werden.
Im Detail strebt „Natural Europe“ folgende
Online-Dienste und Lösungen an:
- Vernetzung der digitalen Sammlungen der
europäischen NHMs mit dem Portal Europeana, sowie
Hilfestellung bei der Schaffung kompatibler Systeme und gemeinsamen
Metadaten.
- Analyse der Bildungsmethoden und Anwendung
der notwendigen Software Tools, die Didaktikern ermöglichen,
innovative Online-Pfade durch die digitalen Sammlungen der NHMs zu
erstellen.
- Vereinfachung bei Suche, Speicherung und
Abruf der Lernmaterialien auf dem Portal Europeana,
gemäß den internationalen Lernstandards.
- Vereinfachung bei Suche und Abruf von
Lernmaterialien der digitalen Bibliotheken, bezogen auf
Bildungsprofile, -ansätzen und Lehrplänen in Naturgeschichte,
Umweltbildung und Biologiewissenschaften.
- Verknüpfung von existierender Software
mit dem Portal Europeana zur Suche von Lehrmaterialen.
- Design und Anwendung neuer graphischer
Schnittstellen , die eine Navigation auf Lernpfaden durch digitale
Sammlungen, sowohl von dem Portal Europeana als auch von den
Museums Webseiten, ermöglichen.
- Anpassung und Testen von innovativen
interaktiven Ausstellungsinstallationen in den NHMs, die den Besuchern
erlauben Lernpfaden durch die naturhistorischen und wissenschaftlichen
Inhalten von dem Portal Europeana zu folgen.
- Evaluation und Validierung der erbrachten
Dienste und Lösungen durch extensive Testläufe mit
projektinternen und -externen Organisationen und Nutzergruppen.
„Natural Europe“ konzentriert sich dabei auf
bestimmte Nutzergruppen und ihre jeweiligen Bedürfnisse. Die
wichtigsten Nutzer sind:
- Schüler
der Sekundarstufe bzw. Studenten der Universität in den
naturwissenschaftlichen Fächern und der Umweltbildung. Diese
Zielgruppe wird um ein Vielfaches den „Natural Europe“-Dienst nutzen,
sowohl durch den Online-Zugriff auf das Portal an der
Schule/Universität oder von zu Hause, als auch durch den Besuch
lokaler NHMs.
- Lehrer:
Sie haben großen Bedarf, auf bereits existierende Bildungsinhalte
und Lernszenarien zugreifen zu können. „Natural Europe“ bietet
vielseitige Modelle und Wiederverwendungen von Lernszenarien
(Lernaktivitäten) an. Desweiteren wird den Lehrern mit Hilfe
Suchprogrammes der Internet-Plattform sie Suche erleichtert.
- Museumsbesucher:
Ihnen wird über die Exponate hinaus eine große Bandbreite
relevanter digitaler Quellen angeboten. Zusätzlich ermöglicht
ein Online-Zugriff dem Besucher seinen individuellen Weg durch die
Ausstellung vorher zu kreieren. Nach dem Besuch kann er ebenfalls
weitere digitale Quellen bezogen auf seinen Rundgang suchen und so den
Besuch nachbereiten.
-
Internet-Besucher: Immer mehr Besucher nutzen
das Internet auf ihrer Suche nach informellen Lerninhalten. Um ihre
Nachfrage nach „Edutainment“ (Education + Entertainment)
stillen zu können, wird das „Natural Europe“-Projekt eine
engmaschige Suchmaschine konstruieren, die eine enorme Bandbreite
digitaler Inhalte maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der
Nutzer bereitstellen wird.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Projektes "Natural Europe"
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