Vom 19.1.2009:
Vor rund eineinhalb Jahren suchte die Telekom rund 6000 Testkunden für einen Pilotversuch "DSL mit maximaler Geschwindigkeit". Dabei sollte die an einem DSL-Anschluss zur Verfügung stehende Bandbreite nicht wie bisher über eine Formel mit Hilfe von Leitungsquerschnitt und Leitungslänge berechnet werden, sondern variabel zwischen DSL-Modem beim Kunden und dem sog. DSLAM, dem Gegenstück zum DSL-Modem in der Vermittlungsstelle, ausgehandelt und so die maximal verfügbare Bandbreite verwendet werden (sog. Rate Adaptive Mode, RAM). Insbesondere Kunden mit "DSL light", der Variante mit 384 KBit/s bzw. 768 KBit/s profitieren von dieser Technik, da hier häufig ein Vielfaches der bisherigen Geschwindigkeit erreicht wird.
Offenbar war dieser Test erfolgreich, die Telekom kündigte heute den Test-Kunden per E-Mail die deutschlandweite Einführung dieses Verfahrens an. Damit entspannt sich vor allem in Ortschaften, die etwas weiter von den Vermittlungsstellen entfernt liegen, die Lage bei der Breitbandversorgung etwas. Viele auf breitbandige Verbindungen ausgelegte Internet-Dienste erfordern außerdem für eine "ernsthafte" Nutzung mindestens 1 MBit/s Downstream-Bandbreite (insbesondere Online-Videotheken).
Update: Von einem Telekom-Techniker habe ich erfahren, dass der RAM-Modus auf Nachfrage vom Vertrieb geschaltet wird (keine Mehrkosten).