Fast 30 Jahre begleitet sie den Computeranwender nun schon, mit Kugel, Laser, Trackball und vielen anderen Unterarten: Die Maus. Auf dem Weg zur Nutzbarmachung des Computers für den Normalsterblichen war sie ein entscheidender Meilenstein; musste man sich schließlich nicht mehr die komplizierten Befehle und Tastenkürzel merken, sondern konnte man einfach wie in der Bäckerei im Urlaub auf "das da!" zeigen.
Doch lange wird die Maus nicht mehr unser Begleiter sein. Apple ist der große Vorreiter in neuen Bedientechnologien, iPod und iPhone machen vor, wie der Computer und verwandte Geräte in Zukunft aussehen werden. Freilich wurden Touch-Screen, berührungsempfindliche Tasten, Schwingungs- und Beschleunigungssensoren nicht von Apple erfunden, Graphiktabletts gibt es auch schon lange. Jedoch hat die große Verbreitung erst mit dem Siegeszug der Apple-Produkte eingesetzt. Apple, der vielfach totgesagte ist wieder im Geschäft!
Auch Nintendo hat die Nase ganz weit vorn: Die Wii ist dank Steuerung über Bewegungssensoren der neue Inbegriff für Spielespaß und lässt manchen Sportlehrer jubeln, da sich die Jugend vor der Konsole auf einmal mit Freude bewegt, Tennis spielt und boxt und dabei richtig aus der Puste kommt. Auch die Nintendo DS kommt mit Touchscreen und Sprachsteuerung daher.
Auch die Tastatur wird die Maus wohl nicht lange überleben. Touch-Screen, Handschriftenerkennung und Sprachsteuerung werden ihr ebenso wie der Maus in einigen Jahren den Garaus machen. Microsoft macht in Windows Vista vor, dass das heute schon funktionieren kann. Noch viel weiter ist man freilich im militärischen Bereich: Die Firma alelo trainiert Soldaten mit Hilfe von "Tactical Iraqi" und seinen Äquivalenten mit einer Spracherkennung, die Ihresgleichen sucht.
Langsam aber deutlich kommen auch die Computerhersteller aus ihren Löchern. HP und Dell bieten mit dem TouchSmart TX2 und dem Latitude XT (den man auch auf der Systems in Aktion erleben konnte) Multitouch-fähige Convertibles an, ersterer sogar explizit auf den Consumer-Bereich ausgerichtet. In etwas weiterer Ferne ist da noch Microsofts Surface, der Computertisch.
Scheinbar ist es bald Zeit, Abschied von den Kameraden zu nehmen, bevor sie im Keller verstauben und einige Jahre später als teurer Nostalgie-Computer wieder zum Leben erwachen