
![]() | Gemeinde AdelschlagWappenannahme: Die Gemeinde Adelschlag nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 24. November 1983 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Max Reinhart). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 3. Mai 1984 zu. Wappenbeschreibung: In Gold ein durchgehendes, eingebogenes rotes Tatzenkreuz, beseitet von vier roten Blüten, belegt mit einem roten Schild, darin die silberne Krümme eines Bischofsstabes. Wappenbegründung: Das Gebiet zwischen Altmühl und Schutter gehörte wahrscheinlich zur Grundausstattung des 740/741 entstandenen Bistums Eichstätt - ausdrücklich als Besitzungen der Eichstätter Kirche werden bereits 908 Möckenlohe und Pietenfeld genannt - und verblieb bis 1803 unter fürstbischöflicher Herrschaft. Auf diese bestimmende historische Kraft im Gemeindegebiet verweist das Schildchen mit dem (verminderten) Eichstätter Hochstiftswappen. Das Tatzenkreuz stellt die alte Form des Templerkreuzes dar und erinnert an die Komturei des Templerordens im Gemeindeteil Moritzbrunn (vor 1251- 1315) und an die Besitzungen dieses Ordens im Gemeindeteil Tempelhof. Die vier Blumen symbolisieren die vier wesentlichen Gemeindeteile Adelschlag, Möckenlohe, Ochsenfeld und Pietenfeld. |
![]() | Markt AltmannsteinWappenannahme: Das nebenstehende Wappen ist in Siegeln seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts geschichtlich überliefert. Wappenbeschreibung: In einem von Schwarz und Silber schräg geteilten Schild oben und unten je ein gestieltes Kleeblatt in verwechselten Farben. Wappenbegründung: Die Herrschaft Altmannstein fiel nach dem Aussterben der seit 1120 genannten Herren von Stein 1232 an den verschwägerten Altmann II. von Abensberg, der die Burg erbaute und nach dem der Ort seinen Namen "Altmannstein" erhielt. Sein Enkel Ulrich II. verkaufte die Burg 1291 an Herzog Ludwig von Bayern, den späteren Kaiser Ludwig den Bayern. Aus Geldnot mußten die Wittelsbacher allerdings 1340 die Burg an Konrad und Heinrich von Hautzendorf verpfänden, und bereits 1374 konnten die Grafen von Abensberg das Pfandrecht erwerben, so daß sie wiederum Burgherren waren. Mit dem Wiedererwerb von Altmannstein durch die Abensberger fällt die Einführung des Ortswappens zusammen, dessen Farben Schwarz und Silber der Tingierung des schräg geteilten Schildes der Reichsfreiherren von Abensberg entsprechen. Die Herkunft der Kleeblätter ist nicht geklärt. |
![]() | Stadt BeilngriesWappenannahme: Das nebenstehende Wappen wurde der Stadt durch Entschließung des Bayerischen Ministeriums des Königlichen Hauses und des Äußeren vom 18. März 1819 verliehen. Vorher führte Beilngries ein Wappen mit zwei schräggekreuzten Beilen, dahinter ein senkrechter Bischofsstab. Der älteste Abdruck dieses Stadtsiegels stammt vom Jahre 1406. Die Benutzung eines eigenen Siegels ist allerdings schon 1378 bezeugt. Wappenbeschreibung: Gespalten von Blau und Silber; vorne und hinten je ein aufrechtes, abgewandtes Beil in verwechselten Farben. Wappenbegründung: Das Beilngrieser Stadtwappen ist ein "redendes Wappen", weil die Beile im Wappen auf den ersten Wortbestandteil von "Beilngries" anspielen. In Wirklichkeit dürfte allerdings "Bilingriez", das 1007 in Zusammenhang mit der Güterausstattung des neu geschaffenen Bistums Bamberg erstmals erwähnt wurde, von "Gries (=sandiges Schwemmgeröll) des Bilo" herzuleiten sein. Durch Tausch gelangte Beilngries wohl 1016 an die Bischöfe von Eichstätt, die schon 1053 von Kaiser Heinrich III. Markt- und Zollrechte erwirkten. Der Bischofsstab im ursprünglichen Wappen erinnerte an die fürstbischöfliche Herrschaft, nach deren Ende (1803) er 1819 im Stadtwappen weggelassen wurde. |
![]() | Gemeinde BöhmfeldWappenannahme: Die Gemeinde Böhmfeld nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 22. Februar 1983 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 10. Juni 1983 zu. Wappenbeschreibung: Gespalten von Silber und Rot, vorne über erhöhtem grünem Dreiberg, der mit einer silbernen Wellenspitze belegt ist, die rote Krümme eines Äbtissinnenstabes, hinten die wachsende goldene Bonifatiussäule. Wappenbegründung: Bereits 1035 hatte die Benediktinerinnenabtei St. Walburg in Eichstätt Besitzungen in Böhmfeld, 1479 kaufte das Kloster das Schloßgut Böhmfeld dazu und blieb bis zur Säkularisation (1803) größter Grundbesitzer des Ortes. An diesen maßgeblichen Einfluß erinnert im Gemeindewappen der Äbtissinnenstab und die Farbgebung Rot-Gold in Anlehnung an die Wappenfarben der Abtei. Auf geographische Besonderheiten des Gemeindegebiets, den Reisberg und die von dort ausgehende Wasserversorgung, weisen im Wappen der Dreiberg und die Wellenspitze hin. Gleichzeitig erinnert dieses Quellensymbol und die aus dem 17. Jahrhundert stammende Bonifatiussäule im hinteren Feld an die Gründung Böhmfelds, die mit dem Böhmfelder Kirchenpatron St. Bonifatius und einer Quelle in Verbindung gebracht wird. |
![]() | Gemeinde BuxheimWappenannahme: Die Gemeinde Buxheim nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 15. April 1983 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 9. August 1983 zu. Wappenbeschreibung: In Rot über einem gesenkten silbemen Wellenbalken ein schwebender silberner Bischofsstab, überdeckt von einem schräg gekreuzten silbernen Schwert und einem goldenen Flammenschwert mit silbemem Griff. Wappenbegründung: Die Gemeinde Buxheim besteht im wesentlichen aus den Orten Buxheim und Tauberfeld. Buxheim war ursprünglich ein Meierhof und gehörte vermutlich zur Grundausstattung des 740/741 entstandenen Bistums Eichstätt; 908 wurde es als "Pussenesheim" bei der Wildbannverleihung durch König Ludwig das Kind als Besitzung der Eichstätter Kirche genannt. Rechte des Eichstätter Domkapitals in Buxheim und auch in Tauberfeld wurden 1 179 päpstlich bestätigt. Beide Orte verblieben bis zur Säkularisation (1803) unter fürstbischöflicher Herrschaft, woran der Bischofsstab im Gemeindewappen erinnert. Flammenschwert und Schwert symbolisieren die Kirchenpatrone von Buxheim (St. Michael) und Tauberfeld (St. Martin). Auf die im Gemeindegebiet fließende Schutter verweist der Wellenbalken. |
![]() | Gemeinde DenkendorfWappenannahme: Die Gemeinde Denkendorf nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 7. November 1975 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Max Reinhart). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 23. Dezember 1975 zu. Wappenbeschreibung: Gespalten von Silber und Rot; vorne eine grüne Ranke mit vier Blättern, hinten ein silberner Viereckpfeiler. Wappenbegründung: Durch das Gemeindegebiet von Denkendorf verläuft der Limes, die einstige Grenze zwischen der römischen Provinz Raetien und dem freien Germanien; Spuren dieser Grenzmauer sind in den Gemarkungen Gelbelsee, Denkendorf und Zandt im Gelände noch zu erkennen. An den Limes erinnert im Gemeindewappen die stilisierte Abbildung der vom bayerischen König Max II. in Denkendorf errichteten Römergedenksäule (sog. Maxlstein). Die Figur der vierblättrigen Ranke stammt aus dem Wappen des eingesessenen Edelgeschlechts der Herren von Zandt, die von 1245 bis 1519 mehrfach erwähnt werden, z. B. 1306 und 1347 als Inhaber des Zandter Burglehens und 1451 und 1485 als Besitzer von Schönbrunn. Die Feldfarben Silber und Rot knüpfen an das Eichstätter Hochstiftswappen an, da das Hochstift bis zur Säkularisation (1803) die Landeshoheit über den größten Teil des heutigen Gemeindegebietes innehatte. |
![]() | Markt DollnsteinWappenannahme: Das nebenstehende Wappen findet sich bereits in ältesten Siegeln aus dem späten 14. Jahrhundert. Wappenbeschreibung: In Rot auf drei silbernen Steinblöcken eine silberne Burg mit blauen Dächern. Wappenbegründung: Das Wappen zeigt die einstige, im 19. Jahrhundert abgebrochene Burg Dollnstein. Diese im 12. Jahrhundert erbaute Anlage war bereits 1139 im Besitz der Grafen von Grögling, die sich zeitweilig auch Grafen von Dollnstein und später Grafen von Hirschberg nannten. Nach dem Aussterben der Hirschberger kam die Burg 1309 an die verschwägerten Grafen von Oettingen, die sie 1360 an die verwandten Herren von Heideck veräußerten. Schließlich erwarb 1440 das Hochstift Eichstätt die Burganlage und den Ort, dem König Wenzel 1387 das Recht zur Abhaltung von Wochen- und Jahrmarkt verliehen hatte. An die Zugehörigkeit zum Fürstbistum Eichstätt, die bis zur Säkularisation (1803) dauerte, erinnert die Tingierung Silber und Rot, die den Wappenfarben des Hochstifts entspricht. Die Steine, auf denen die Burg dargestellt wird, "reden" für den Ortsnamen Dolln"stein". |
![]() | Gemeinde EgweilWappenannahme: Die Gemeinde Egweil nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 14. Juni 1984 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 14. Dezember 1984 zu. Wappenbeschreibung: In Blau eine silbeme Egge, darüber eine goldene Krone. Wappenbegründung: Die Egge im Gemeindewappen verweist auf das Ortsadelsgeschlecht der von 1068 bis 1297 nachweisbaren Herren von Egweil, die eine Egge im Siegel führten. Gleichzeitig "redet" dieses Wappen, das auch an der Pfarrkirche angebracht ist, für den Ortsnamen "Eg"weil. Die goldene Krone und die blaue Tingierung sind dem Wappen des Klosters Kaisheim entnommen, mit dem Egweil jahrhundertelang eng verbunden war: Bereits 1214 wurden Besitzungen des Klosters Kaisheim in Egweil urkundlich erwähnt; 1219 verlieh der Eichstätter Bischof das Patronatsrecht für die Pfarrei Egweil an das Kloster und 1239 ging der Zehent an Kaisheim. Bis zur Säkularisation (1803) sind Besitzungen des Klosters Kaisheim in Egweil nachweisbar. |
![]() | Stadt EichstättWappenannahme: Ein Siegel der Stadt wird bereits im Jahre 1256 erwähnt. Das älteste erhaltene Siegel befindet sich an einer Urkunde vom Jahre 1304 und zeigt nebenstehendes Wappen. Wappenbeschreibung: In Rot auf grünem Boden eine silberne zinnengekrönte Mauer mit offenem Tor und zwei gezinnten Seitentürmen, hinter der eine grüne Eiche mit goldenen Eicheln aufwächst. Wappenbegründung: Der Ort Eichstätt wird erstmals 740 in Zusammenhang mit der Bistumsgründung als "Eihstat" erwähnt. 908 erreichte Bischof Erchanbald von König Ludwig dem Kind das Markt-, Münz- und Zollrecht sowie das Recht, eine Burg zu bauen. Die Bezeichnung Stadt (civitas) findet sich zuerst auf Münzen des Bischofs Heribert (1022-1042), dann in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. aus dem Jahre 1080. Auf diese Erhebung zur Stadt nimmt das Wappen durch die Abbildung der Stadtummauerung Bezug. Da man den Namen "Eichstätt" als "Eichenstätte" deutete, wurde in das Wappen eine Eiche aufgenommen; das Eichstätter Wappen ist also ein "redendes Wappen", das den Namen des Ortes erklärt. |
![]() | Gemeinde EitensheimWappenannahme: Die Gemeinde Eitensheim nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 8. Februar 1983 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 10. Juni 1983 zu. Wappenbeschreibung: Unter silbernem Schildhaupt, darin ein blaues Andreaskreuz, in Rot ein schreitender goldener Löwe. Wappenbegründung: Eitensheim, das 908 als "ltensheim" in einer Urkunde König Ludwigs des Kindes für den Eichstätter Bischof Erchanbald erstmals erwähnt wird, war jahrhundertelang eng mit dem Eichstätter Domkapitel verbunden: Bereits 1179 wurden dem Domkapitel durch Papst Alexander III. und emeut 1186 durch Papst Urban III. zwei Drittel des Neubruchzehents bestätigt. 1433 gehörten 28 ganze und 18 halbe Hufen sowie zwei Feuerhöfe zum Domkapitel. Wegen dieser - bis zur Säkularisation (1803) andauernden - bedeutenden Rolle des Domkapitels als Grundherr wurde in das Gemeindewappen die Figur des Löwen aus dem Wappen des Eichstätter Domkapitels übernommen. Das Andreaskreuz im Schildhaupt erinnert an den Kirchenpatron Sankt Andreas, dem zwischen 1182 und 1197 durch den Eichstätter Bischof Otto die Pfarrkirche geweiht wurde. |
![]() | Markt GaimersheimWappenannahme: Die Darstellung der Kirche ist erstmalig im Siegelabdruck auf einer Urkunde von 1308 zu finden. Wappenbeschreibung: In Rot auf grünem Boden eine silberne Kirche in Seitenansicht mit zwei spitzbedachten Türmen und mit blauen Dächern; zum Portal im Langhaus führen silberne Stufen. Wappenbegründung: Als Graf Eberhard II. von Ebersberg im Jahre 1037 das Kloster Geisenfeld stiftete, gehörte sein Besitz in Gaimersheim mit zur Grundausstattung des Klosters. 1087 tauschte das Kloster von Bischof Ulrich I. von Eichstätt den Großen Zehent zu Gaimersheim ein. Zur Verwaltung dieser Rechte ist bereits im 12. Jahrhundert ein Geisenfelder Propst in Gaimersheim nachweisbar. Als Ausdruck dieser klösterlichen Grund- und Propsteiherrschaft könnte die Kirche im Gaimersheimer Wappen die zweitürmige Geisenfelder Abteikirche darstellen. Möglich ist jedoch auch die Deutung, daß das Wappenbild die 1068 geweihte Kirche von Gaimersheim zeigt. Dadurch wäre uns das Aussehen der ursprünglichen Ortskirche überliefert, da die Kirche selbst 1488 durch einen Neubau im gotischen Stil und 1854/55 wiederum durch einen Neubau im neugotischen Stil ersetzt wurde. |
![]() | Gemeinde GroßmehringWappenannahme: Die Gemeinde Großmehring nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 7. Dezember 1976 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Karl Haas). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 7. Juni 1977 zu. Wappenbeschreibung: Unter silbernem Wellenschildhaupt, darin ein blauer Wellenbalken, in Blau ein silbern nimbierter goldener Adler. Wappenbegründung: Großmehring wird als "Möringen" in der XXVI. Aventiure des um 1200 entstandenen Nibelungenliedes erwähnt, wobei von einer dort vorhandenen günstigen Stelle zur Donauüberquerung berichtet wird. Diese Furt soll auch ein fränkisches Heer unter Karl Martell im 8. Jahrhundert benützt haben. Als Hinweis auf diese besondere landschaftliche Gegebenheit wurde in das Gemeindewappen ein blauer Wellenbalken als Symbol für die Donau aufgenommen. Ein Großteil des Grundbesitzes im Gemeindegebiet gelangte 1007 durch eine Schenkung Kaiser Heinrichs II. an das Benediktinerinnenkloster in Neuburg; das Kloster blieb bis 1542 Grundherr. Daran erinnert im Gemeindewappen der sogenannte Johannesadler, den das Kloster im Wappen führte. |
![]() | Gemeinde HepbergWappenannahme: Die Gemeinde Hepberg nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 11. Juli 1972 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Rudolf Mussgnug). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 6. Oktober 1972 zu. Wappenbeschreibung: Gespalten von Blau und Silber; vorne ein halbes goldenes Mühlrad, hinten ein Rabe. Wappenbegründung: Hepberg war von 1692 bis 1840 Hofmark, d. h. der Gutsbesitzer übte gleichzeitig die niedere Gerichtsbarkeit aus. Als Hofmarkherrn von Hepberg sind verschiedene bayerische Adelsfamilien überliefert, unter ihnen von 1740 bis 1768 die Freiherrn Müller von Gnadenegg, deren Familienwappen - ein halbes Mühlrad Aufnahme ins Hepberger Wappen fand. Als weiteres charakteristisches Beizeichen wurde der Rabe als Symbol des heiligen Oswald gewählt. St. Oswald ist der Patron der ehemaligen Hofmarks- und Expositurkirche, die als romanische Anlage im 13. Jahrhundert entstand und in der sich bemerkenswerte Fresken aus dem frühen 14. Jahrhundert erhalten haben. Auch die neue 1951 erbaute Pfarrkirche von Hepberg hat dasselbe Patrozinium. Die Feldfarben Blau und Silber weisen auf die ehemalige Zugehörigkeit Hepbergs zum alten bayerischen Landgericht Vohburg hin. |
![]() | Gemeinde HitzhofenWappenannahme: Die Gemeinde Hitzhofen nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 26. April 1983 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 1. August 1983 zu. Wappenbeschreibung: Geteilt von Rot und Silber; oben ein aus der Teilungslinie wachsender goldener Löwe, unten ein in drei dreiblättrige grüne Kleeblätter ausgezogener grüner Schildfuß. Wappenbegründung: Das Gemeindegebiet, das im wesentlichen aus den Pfarrdörfern Hitzhofen und Hofstetten besteht, gehörte bis 1803 zum Fürstbistum Eichstätt. Darauf verweisen die Wappenfarben Rot und Silber in Anlehnung an das Eichstätter Hochstiftswappen. Weitere Beziehungen zu den Eichstätter Fürstbischöfen ergaben sich dadurch, daß diese 1466 die Burg in Hofstetten erwarben und sie nach Zerstörungen im 30jährigen Krieg 1694 zu einem barocken Jagdschloß umgestalten ließen. Vorher war die ehemalige Wasserburg Sitz des 1122 erstmals genannten Ministerialiengeschlechts der Hofstetter, die sich ab 1310 Schenken von Geyern nannten. Aus dem Wappen dieser Adelsfamilie, die erst 1971 ausstarb, wurde der Löwe ins Gemeindewappen übemommen. Die drei Kleeblätter im Schildfuß erinnern an die alte Marienwallfahrt "Maria im Klee" in Hitzhofen. |
![]() | Markt KindingWappenannahme: Der Markt Kinding nahm mit Beschluß des Marktgemeinderates vom 23. April 1985 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 21. Oktober 1985 zu. Wappenbeschreibung: In Grün über gesenktem silbemen Wellenbalken, überdeckt von einem durch eine eingeschweifte silberne Spitze von Rot und Blau gespaltenen Schild, die silberne Wehrkirche von Kinding mit roten Dächern; rechts oben eine silberne Hopfendolde. Wappenbegründung: Bauliches Wahrzeichen von Kinding, das als "Chunimuntinga" im Jahre 900 erstmals urkundlich erwähnt wird, ist die sehr gut erhaltene Wehrkirche, die größte "Kirchenburg" im Bistum Eichstätt. Diese spätmittelalterliche, 1357 geweihte Wehranlage steht im Zentrum des Gemeindewappens. Stellvertretend für die vielen Burgen und Burgställe im Gemeindegebiet wurde ins Gemeindewappen das Wappenschildchen der edelfreien Herren von Absberg übernommen, die von 1361-1546 die Rumburg bei Enkering besaßen. Die Hopfendolde verweist auf den seit dem 17. Jahrhundert in der Gemeinde nachweisbaren Hopfenanbau. Der Wellenbalken schließlich symbolisiert die Flüsse Altmühl, Anlauter und Schwarzach, die das Gemeindegebiet durchfließen. |
![]() | Markt KipfenbergWappenannahme: Das nebenstehende Wappen erscheint erstmals 1415 in Siegelabdrucken. Wappenbeschreibung: In Rot ein goldener Wagenkipf (Runge). Wappenbegründung: Die Burg Kipfenberg, die vermutlich im späten 12. Jahrhundert entstand, war im 13. Jahrhundert im Besitz der Kropf (Struma), die ihren Stammsitz in Emetzheim bei Weißenburg hatten und dort 1187 erstmals urkundlich erwähnt werden. Eine Linie dieses Ministerialengeschlechts der Kropf nannte sich seit 1277 nach Kipfenberg und führte das für "Kipfen"berg redende Bild des Wagenkipfes als Wappen. Vom Ort Kipfenberg, den Konrad Kropf 1301 mit der Burg an das Hochstift Eichstätt verkaufte, wurde das Wappen dann um 1400 übernommen und seitdem unverändert beibehalten. Die Burg und der Markt Kipfenberg gehörten bis zur Säkularisation (1803) zum Hochstift Eichstätt, das die Burg im 14., 16. und 17. Jahrhundert mehrfach verstärkte und erweiterte, so daß sie unbeschadet den Bauem- (1525) und den Dreißigjährigen Krieg überstand. Kipfenberg war in fürstbischöflicher Zeit auch Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirks (Amt Kipfenberg), dem ein Pfleger vorstand. |
![]() | Markt KöschingWappenannahme: Nebenstehendes Wappen wird 1560 erstmals erwähnt und ist als Siegel seit 1609 nachweisbar. Die älteste Darstellung im Siegelabdruck einer Urkunde von 1396 zeigt allerdings ein anderes Bild, nämlich ein Rautenschild innerhalb eines Kranzes von zehn Bäumen. Wappenbeschreibung: Im gespaltenen Schild vorne die bayerischen Rauten, hinten in Silber auf grünem Boden ein grüner Laubbaum mit goldenem Stamm. Wappenbegründung: Der Ort Kösching kam nach dem Aussterben der Grafen von Vohburg 1204 an das Herzogtum Bayern; die Burg zu Kösching und der Köschinger Forst folgten durch Vermächtnis des letzten Grafen von Hirschberg 1293. Auf diesen bestimmenden historischen Einfluß verweisen die bayerischen Rauten im Marktwappen. Das zweite Wappensymbol, der Laubbaum, knüpft an das große Forstgebiet nördlich von Kösching an, von dem uns eine Urkunde aus dem Jahre 1000 n. Chr. erstmals Kunde gibt. Der traditionellen Jagdleidenschaft der bayerischen Herzöge verdanken wir es, daß der Köschinger Forst als geschlossener Waldkomplex erhalten blieb, und in ihm Eichen- und Buchenbestände (Eicheln und Bucheckern als Wildfutter!) vorherrschen. |
![]() | Gemeinde LentingWappenannahme: Die Gemeinde Lenting nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 24. Januar 1967 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Max Reinhart). Das Bayerische Staatsministerium des Innern stimmte der Annahme des Wappens am 9. August 1967 zu. Wappenbeschreibung: Geteilt von Gold und Schwarz; oben eine dreiblütige heraldische rote Rose, unten drei, zwei zu eins gestellte goldene Kugeln. Wappenbegründung: Das 1240 erstmals erwähnte Lenting war bis 1840 Hofmark, also ein Gerichts- und Verwaltungsbezirk unter Leitung des im Schloß residierenden Gutsbesitzers. Von den Hofmarkherren wurde vor allem das Geschlecht der Grumbach (ab 1498 in Lenting) bekannt. Argula von Grumbach hatte sich der Reformation angeschlossen, stand im Briefwechsel mit Martin Luther und forderte 1523 ein öffentliches Streitgespräch mit den Professoren der Universität Ingolstadt. Diese ließen ihr allerdings antworten, sie möge "Hauben stricken und Borten wirken statt sich um Theologie zu bekümmern". Aus dem Wappen der Grumbach wurde die dreiblütige Rose in das Gemeindewappen übernommen. Das andere Wappensymbol, die drei goldenen Kugeln, sind das Attribut des hl. Nikolaus, dem die Lentinger Pfarrkirche geweiht ist. |
![]() | Gemeinde MindelstettenWappenannahme: Die Gemeinde Mindelstetten nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 3. September 1985 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 29. November 1985 zu. Wappenbeschreibung: Über rotem Schildfuß, darin eine silbeme heraldische Lilie, umgeben von einem silbernen Domenkranz, in Silber ein springender schwarzer Marder, unterlegt mit einer gestürzten grünen Hopfenranke mit einem Blatt und zwei Dolden. Wappenbegründung: Der Marder im Gemeindewappen stellt das Wappensymbol der Familie der Muggenthaler dar, die im Jahre 1408 das Dorf Mindelstetten vom Kloster Solnhofen kauften. Die Muggenthaler, die im 15. Jahrhundert auch die Hofmark Sandersdorf erwarben, lassen sich bis ins 18. Jahrhundert als Grundherren im Gemeindegebiet nachweisen. Die Hopfendolde symbolisiert den Hopfenanbau im Gemeindegebiet. Die Lilie und der Dornenkranz im Schildfuß erinnern an die 1925 gestorbene Anna Schäffer aus Mindelstetten, deren Seligsprechungsprozeß 1973 eingeleitet wurde und zu deren Grab in der Pfarrkirche zu Mindelstetten jedes Jahr eine große Zahl von Menschen pilgert. |
![]() | Markt MörnsheimWappenannahme: Der Überlieferung zufolge erhielt Mörnsheim das nebenstehende Wappen vom Eichstätter Bischof Johann von Eich (1445-1464) verliehen. Aus dieser Zeit stammt auch das erste Siegel, das in Abdrucken seit 1502 erhalten ist. Wappenbeschreibung: In Rot ein silberner Zinnenturm, vor dessen Tor ein blau gekleideter Mann steht, der an goldener Lanze eine rote Fahne hält; darauf die silberne Krümme eines Bischofsstabes. Wappenbegründung: Mörnsheim gehörte zu den Urbesitzungen des Hochstiftes Eichstätt und wird bereits 918 in diesem Sinne erwähnt. Die Zugehörigkeit zum Hochstift kommt im Ortswappen durch die Bischofskrümme, dem Wahrzeichen des Hochstifts, auf der Lanzenfahne zum Ausdruck. Der Zinnenturm versinnbildlicht die Burg Mörnsheim, die erstmals 1225/28 genannt wird und die von den Eichstätter Fürstbischöfen zum westlichen Eckpfeiler ihres Herrschaftsbereiches ausgebaut wurde. Die starke Veste war Sitz eines fürstbischöflichen Amtspflegers und trotzte im Dreißigjährigen Krieg den Schweden, die 1634 vergeblich das Bollwerk berannten. Der im Wappen vor dem Tor stehende Knappe wurde zeitweise auch als Mohr dargestellt, um auf den Ortsnamen ("Mohren"heim) anzuspielen. |
![]() | Markt NassenfelsWappenannahme: Das nebenstehende Wappen wurde Nassenfels 1466 durch den Eichstätter Bischof Wilhelm vom Reichenau unter Bezugnahme auf ein wohl kurz vorher erteiltes Privileg Kaiser Friedrichs III. verliehen. Der älteste erhaltende Siegelabdruck stammt aus dem Jahre 1476. Wappenbeschreibung: Uber silbernen Wellen in Gold drei rote Felsen, deren mittlerer mit einem wachsenden silbernen Bischofsstab belegt ist. Wappenbegründung: Die Burg und der Ort Nassenfels zählten zu den ältesten Besitzungen des Hochstifts Eichstätt. Vielleicht wurde die Burg aufgrund des Privilegs erbaut, das König Ludwig im Jahre 908 dem Eichstätter Bischof Erchanbald erteilte, einige Befestigungen gegen die Ungarn anzulegen. Die Burghut war adeligen Burgmannen anvertraut; erstmals wird 1189 Amold von Nassenfels als eichstättischer Ministeriale genannt. 1245 bezeichnet eine Urkunde die Burg ausdrücklich als bischöflich. Die Herrschaft der Eichstätter Fürstbischöfe über Nassenfels dauerte bis 1803. Auf diese Beziehungen zum Hochstift Eichstätt deuten im Ortswappen der Bischofsstab und die Tingierung Rot und Silber - nach den Farben des Hochstiftswappen - hin. Felsen und Wellen im Wappenbild reden für den Ortsnamen "Nassenfels" (als "nasser Fels" gedeutet). |
![]() | Gemeinde OberdollingWappenannahme: Die Gemeinde Oberdolling nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 14. Dezember 1984 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 25. März 1985 zu. Wappenbeschreibung: Unter silbernem Schildhaupt, darin ein schwarzer Hauptpfahl, in Schwarz ein rot gekrönter und bewehrter goldener Löwenrumpf. Wappenbegründung: In Oberdolling ist seit Beginn des 12. Jahrhunderts Ortsadel nachweisbar, der wohl bereits die Wasserburg bewohnte. Als erster urkundlich verbürgter Burgbesitzer erscheint 1339 Ulrich von Mendorf, dessen Wappen, ein Hauptpfahl, in verkürzter Form in das Schildhaupt des Gemeindewappens übernommen wurde. Die Besitzer von Oberdolling, das 1442 erstmals als Hofmark (Niedergerichtsbezirk) bezeichnet wurde, wechselten in der Folgezeit häufig. 1649 erwarb das Jesuitenkollegium Ingolstadt die im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannte Burg und ließ sie als stattliche Schloßanlage wieder aufbauen.1692 vertauschten die Jesuiten die Hofmark Oberdolling gegen die Hofmark Oberhaunstadt an die Freiherrn von und zu Hegnenberg, genannt Dux, die die Hofmark bis zur Auflösung 1821 besaßen. Aus dem Wappen dieser Familie stammt der Löwenrumpf im gemeindlichen Wappen. |
![]() | Markt PförringWappenannahme: Das nebenstehende Wappen taucht erstmals als Siegel an einer Urkunde (großer Brandbrief) aus dem Jahre 1374 auf. Wappenbeschreibung: In Blau auf grünem Boden ein silbernes, zweitürmiges Gebäude mit roten Dächern und goldenen Knöpfen auf den Turmspitzen, belegt mit dem Rautenschild. Wappenbegründung: Der Ort Pförring, der im Nibelungenlied als "Vergen" erwähnt und im Jahre 780 als "Faringa" erstmals urkundlich genannt wird, wurde 1007 von Kaiser Heinrich II. an das Bistum Bamberg geschenkt, das 1180 eine Kirche mit zwei Türmen erbauen ließ. 1318 erhielt Pförring durch König Ludwig den Bayern das Marktrecht verliehen, 1361 durch Herzog Stephan II. das Recht des Brückenschlags und der Erhebung von Brückenzoll. Von den Herzögen Ernst und Wilhelm von Oberbayern erlangte Pförring 1417 das Recht, den Markt zu befestigen. Da das Pförringer Wappen aber bereits 1374 ein Bauwerk mit zwei Türmen zeigt, kann das Wappenbild wohl nicht als Hinweis auf die - erst ab 1417 mögliche - Befestigung des Ortes gedeutet werden. Vielleicht stellt das zweitürmige Gebäude die schon 1180 errichtete Pfarrkirche dar. Das Rautenschild im Wappen erinnert an die jahrhundertelange bayerische Herrschaft. |
![]() | Gemeinde PollenfeldWappenannahme: Die Gemeinde Pollenfeld nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 19. September 1985 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens im Dezember 1985 zu. Wappenbeschreibung: In Rot über einer silbernen Silberdistel mit sechs Grundblättern ein schreitender goldener Löwe. Wappenbegründung: Das Gemeindegebiet Pollenfeld, das im wesentlichen aus den Orten Pollenfeld, Preith, Seuversholz, Sornhüll, Wachenzell und Weigersdorf besteht, war eng mit dem Eichstätter Domkapitel verbunden: Im Ort Pollenfeld war die Kirche seit unvordenklicher Zeit dem Eichstätter Domkapitel einverleibt; die Päpste Alexander III. bzw. Urban III. bestätigten dem Domkapitel 1179 in Wachenzell Kirche und Meierhof und 1186 in Sornhüll und Weigersdorf Besitz und Rechte; in Preith gingen Patronat, Zehent und Dorfgericht 1302 an das Domkapitel, und in Seuversholz besaß das Domkapitel bis 1484 Güter. Wegen dieser vielfältigen Beziehungen wurde in das Gemeindewappen der Löwe aus dem domkapitlischen Wappen übernommen. An die Lage der Gemeinde auf der Jurahochfläche erinnert die Silberdistel, eine typische Pflanze des Altmühljuras. Ihre sechs Grundblätter symbolisieren gleichzeitig die sechs Gemeindeteile. |
![]() | Gemeinde SchernfeldWappenannahme: Die Gemeinde Schernfeld nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 13. Mai 1985 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 15. November 1985 zu. Wappenbeschreibung: Unter gespaltenem Schildhaupt, darin vorne in Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten in Blau schräggekreuzt ein silbernes Flammenschwert und ein silberner Pfeil, in Rot ein silbemer Ammonit. Wappenbegründung: Im Zentrum des Wappens befindet sich ein Ammonit - die Versteinerung einer vor ca. 150 Millionen Jahren lebenden Weichtierart - als Hinweis auf die zahlreichen Fossilienfunde in den Jurasteinbrüchen des auf den Höhen der Eichstätter Alb liegenden Gemeindegebiets; im Museum Harthof werden viele dieser Funde ausgestellt. Das Schildhaupt symbolisiert die Kirchenpatrozinien im Gemeindegebiet: Das Kreuz steht für St. Georg in Schernfeld, der Pfeil für St. Sebastian in Sappenfeld sowie für St. Ägidius in Schönfeld, das Flammenschwert schließlich für St. Michael in Rupertsbuch. Die Farbgebung Rot-Silber erinnert an die ehemalige Territorialherrschaft des Hochstifts Eichstätt, die Farben Blau -Silber an das Kloster Rebdorf, das historisch als Grundbesitzer für das Gemeindegebiet von Bedeutung war. |
![]() | Gemeinde StammhamWappenannahme: Die Gemeinde Stammham nahm mit Beschluß des Gemeinderats vom 11. Oktober 1970 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Max Reinhart). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 22. Januar 1971 zu. Wappenbeschreibung: In Blau ein schräg gestellter goldener Wurfspeer, darüber ein silbernes Gießgefäß, darunter ein silberner Delphin. Wappenbegründung: Das Gebiet der Gemeinde Stammham war bereits in römischer Zeit besiedelt; ein besonders bedeutendes Denkmal römischer Uberlieferung in Bayern ist der 1856 im Gemeindeteil Westerhofen freigelegte und heute in der Prähistorischen Staatssammlung in München zu bewundernde römische Mosaikfußboden, auf dem Tier und Jagdmotive dargestellt sind. Der in das Gemeindewappen übernommene Delphin und der Wurfspeer sind nach diesen römischen Vorlagen gestaltet. Das ebenfalls abgebildete originelle Gießgefäß wurde 1955 beim Bau eines Brunnens in der Hafnergasse gefunden; es stammt aus dem 15. Jahrhundert und erinnert daran, daß in Stammham vor allem in mittelalterlicher Zeit das Töpferhandwerk gepflegt wurde. |
![]() | Markt TittingWappenannahme: Der Markt Titting nahm mit Beschluß des Marktgemeinderates vom 12. Januar 1982 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Ossi Krapf). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 4. Februar 1982 zu. Wappenbeschreibung: In Rot aus einer goldenen Zinnenmauer aus elf Steinen, darauf schräg gekreuzt ein schwarzer Schlegel und ein schwarzer Meißel, wachsend ein silberner Bischofsstab. Wappenbegründung: Der Markt Titting besteht aus elf Gemeindeteilen, die alle, wie der namengebende Markt, in den vergangenen Jahrhunderten in enger Beziehung zum Bistum Eichstätt standen. So hatte das Domkapitel Eichstätt schon im 12. Jahrhundert Besitz in Titting und die Pfarrkirche St. Michael wurde 1305 Eichstätt inkorporiert. 1544 kaufte der Eichstätter Bischof den Markt und bis zur Säkularisation verblieb Titting in dessen Besitz. Im Gemeindewappen steht der Bischofsstab für die geistliche Herrschaft. Die elf Steine der Zinnenmauer versinnbildlichen die elf Gemeindeteile; die Mauer stellt daneben den römischen Limes dar, der das Gemeindegebiet durchzieht. Die Haupterwerbsquelle der Tittinger Bewohner ist der Steinabbau und die Steinverarbeitung; darauf weisen die beiden Werkzeuge Schlegel und Meißel hin. |
![]() | Gemeinde WaltingWappenannahme: Die Gemeinde Walting nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 12. Juni 1984 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Theodor Goerge). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 14. Dezember 1984 zu. Wappenbeschreibung: In Silber eine linke rote Wellenflanke, darin ein wachsender silberner Bischofsstab, vorne über drei, zwei zu eins gestellten sechsstrahligen roten Sternen ein schwarzer Kübelhelm mit Stierhörnem und Stierohren als Helmzier. Wappenbegründung: Auf die Zugehörigkeit des Gemeindegebiets zum ehemaligen Fürstbistum Eichstätt verweist der Bischofsstab aus dem Eichstätter Hochstiftswappen. Der Helm im vorderen Teil des Wappens stammt aus dem Siegel der Herren von Walting, die bis zum 14. Jahrhundert im Gemeindegebiet nachweisbar sind. Die drei Sterne sind dem Wappen der seit 1194 erwähnten Herren von Pfalzpaint entnommen, die als Lehensuntertanen der Hirschberger Grafen und später der Herzöge von Bayern bis 1452 Dorf und Schloß Pfalzpaint besaßen. Heinrich von Pfalzpaint, der 1460 ein Buch über die Wundarzneikunde schrieb, gilt als einer der bedeutendsten Chirurgen des deutschen Mittelalters. Die Lage der Gemeinde im Altmühltal wird durch die Wellenflanke symbolisiert. |
![]() | Markt WellheimWappenannahme: Nebenstehendes Wappen ist bereits in einem Gerichtssiegel abgebildet, das aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt und in Abdrucken seit 1497 bekannt ist. Wappenbeschreibung: In Silber auf grünem Boden ein aufspringendes, goldbewehrtes rotes Roß. Wappenbegründung: Wellheim, das 1121 erstmals urkundlich erwähnt wird, war als Eichstätter Lehen 1251 im Besitz der Grafen von Hirschberg. Nach ihrem Aussterben fiel Ort und Burg 1309 an die Grafen von Oettingen, die Wellheim 1360 an die Herren von Heideck verkauften. Bereits damals wurde der Ort als Markt bezeichnet.1449 mußten die Heidecker nach einer Fehde Wellheim als Kriegsbeute Bischof Johann von Eichstätt, Herzog Otto von Bayern und Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg -Ansbach übergeben. Der letztere erwarb 1453 auch die Anteile der anderen und belehnte Graf Hilpolt von Seckendorf mit Wellheim. Dieser verkaufte Wellheim 1458 an die Grafen von Helfenstein, die es bis 1627 besaßen. Die Tingierung Silber und Rot im Gemeindewappen könnte in Anlehnung an das Wappen der Helfenstein, das in Rot einen silbernen Elefanten zeigte, entstanden sein. Die Herkunft des Pferdes im Wappen ist ungeklärt. |
![]() | Gemeinde WettstettenWappenannahme: Die Gemeinde Wettstetten nahm mit Beschluß des Gemeinderates vom 20. September 1979 nebenstehendes Wappen an (Wappenentwurf: Heinz C. Bessling). Die Regierung von Oberbayern stimmte der Annahme des Wappens am 11. Januar 1980 zu. Wappenbeschreibung: In Rot ein silberner Schräglinksbalken; oben ein wachsender senkrechter silberner Abtstab, unten eine schräglinks gelegte goldene Ähre. Wappenbegründung: Das Gebiet der Gemeinde Wettstetten wird von der ehemaligen Römerstraße Weißenburg-Pfünz-Kösching durchzogen, worauf der silberne Schrägbalken als Straßensymbol hinweist. Der Abtstab im Wappen erinnert an die erste urkundliche Erwähnung von Wettstetten um das Jahre 820 n. Chr., als der Abt Siegfried von Engelbrechtsmünster seine Güter in "Westinsteti" dem Kloster St. Emmeran in Regensburg schenkte. Die Stabkrümme kann aber auch als Teil eines Bischofsstabes und damit als Ubernahme aus dem Wappen des ehemaligen Hochstifts Eichstätt (Wappen: In Rot ein silberner Bischofsstab) gedeutet werden, da Wettstetten von 1296 bis 1803 zum Fürstbistum Eichstätt gehörte. Die goldene Roggenähre bringt die überwiegend landwirtschaftliche Struktur der Gemeinde zum Ausdruck. |
| Quelle: Gemeinde - Wappen Kreis Eichstätt im Naturpark Altmühltal: Karl Zecherle | |